PKV Vergleich 2015: Große Unterschiede zwischen Anbietern

Mit dem PKV Vergleich 2015 hat das Magazin €uro „die Mercedes-S-Klasse“ unten den privaten Krankenversicherungen ausfindig gemacht. Die Untersuchung zeigt dabei deutlich, dass nicht jeder Anbieter mithalten kann. Denn einige PKV-Tarife sind aus Sicht der Tester mangelhaft oder gar unzureichend.

Beim neuesten PKV Vergleich 2015 wurden mehr als 1.500 Tarifkombinationen für Angestellte und Selbständige untersucht. Das Magazin €uro (10/2015) hatte dabei das Ziel, die „besten Tarife mit umfassenden Leistungen“ zu ermitteln. Entsprechend flossen die Leistungen in den Bereichen ambulant, stationär und Zahn zu 75 Prozent in das Rating ein, der Preis machte 25 Prozent aus und die Bewertung des Unternehmens 5 Prozent.

Die jeweiligen Testsieger der privaten Krankenversicherung unterscheiden sich darin, dass Versicherte unterschiedlich hohe Selbstbeteiligungen vereinbaren können. So wurden die besten PKV-Angebote ohne Selbstbehalt, mit 1.000 Euro und über 1.000 Euro Selbstbeteiligung ermittelt.

PKV Vergleich 2015: Vorsicht vor ungenügenden Tarifen

Angestellte und Selbständige, die eine private Krankenversicherung ohne Selbstbehalt suchen, haben laut dem Vergleich nur drei sehr gute Tarife zur Auswahl. Es überzeugen

– Hallesche „NC, Bonus, PVN“
– HanseMerkur „AZP, PS3, PSV, PVN“
– R+V „AGIL premium (TNOU), PPN“

Fünf Angebote erhalten eine gute und vier eine befriedigende Bewertung. Neben einen ausreichendem Tarif beurteilen die Tester jedoch auch zwei mit mangelhaft und sogar einen mit ungenügend.

Weitere PKV Testsieger 2015

Bei den privaten Krankenversicherungen mit Selbstbeteiligung ist das Bild positiver. Wer bereit ist, bis zu 1.000 Euro an Behandlungskosten selbst zu zahlen, ehe der Versicherer leistet, hat die Auswahl zwischen 19 sehr guten Angeboten. Die Top 3 setzt sich dabei zusammen aus

– Debeka „N, NC, PVN“ (400 Euro Selbstbehalt)
– HanseMerkur „KVS1, SBE/500, PSV, PVN“ (500 Euro)
– HanseMerkur „KVS3, SBE/1000, PSV, PVN“ (1.000 Euro)

Bei einem noch höheren Selbstbehalt hat der PKV Vergleich 2015 elf sehr gute Tarife gefunden. Die Top 3 besteht aus

– Debeka „N-SB, NC, PVN“ (1.230 Euro)
– Hallesche „NK. 4, PVN“ (3.000 Euro)
– Inter „QualiMed Premium (QMP 1200) U, PVN“ (1.200 Euro)

Welche private Krankenversicherung ist die beste?

Wer sich nun fragt, für welche private Krankenversicherung er sich entscheiden sollte, dem gibt €uro einen wichtigen Tipp: Da sich der Arbeitgeber an den PKV-Kosten seiner Angestellten beteiligt, sollten sich Arbeitnehmer eher an einer privaten Krankenversicherung mit niedriger Selbstbeteiligung orientieren, auch wenn dabei die Beiträge etwas höher ausfallen. „Selbständige wählen in der Regel einen höheren Selbstbehalt, weil sie keinen Zuschuss bekommen“, so das Magazin.

Darüber hinaus muss jedoch jeder Interessierte selbst entscheiden, welchen Preis er für die von ihm gewünschten Leistungen ausgeben will. Ein individueller Preis-Leistungs-Vergleich sollte daher vor jedem Vertragsabschluss stehen.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr