PKV-Verband: Beiträge in der PKV bleiben 2013 stabil

Der PKV-Verband dementiert Medienberichte, denen zufolge die Beiträge in der PKV 2013 um bis zu 41 Prozent steigen werden. Bestandskunden müssten kaum mit Erhöhungen rechnen, so die Stellungnahme. Bei den neuen Unisex-Tarifen könnte es gerade für Männer allerdings teurer werden.


Die Vertreter der privaten Krankenversicherung (PKV) haben mit Empörung auf einen Bericht des Nachrichtenportals Spiegel Online reagiert, dem zufolge die Preise für die PKV 2013 massiv anziehen sollen. „Nach allem, was wir aus den Versicherungsunternehmen hören, wird es 2013 in den großen Beständen der privaten Vollversicherung für viele Millionen Privatversicherte gar keine Erhöhung geben, oder nur sehr geringe Anpassungen im kleinen einstelligen Prozentbereich“, kommentierte Stefan Reker, Pressesprecher des PKV-Verbandes gegenüber der Ärzte-Zeitung.

Tarife mit 41 Prozent Beitragserhöhung

Unter dem Titel „Privatversicherten droht Beitragsschock“ hatte Spiegel Online in dieser Woche berichtet, dass es für einige privat Vollversicherte im kommenden Jahr massive Beitragsanpassungen geben werde. Um bis zu 41 Prozent sollten die Beiträge einzelner Tarife für Privatversicherte demnach steigen. Dem Medienbericht zufolge sei eine Erhöhung bei mindestens elf Versicherern, darunter bei der AXA, der Allianz und der R+V, in Planung.

PKV-Verband kritisiert Medienbericht

Diese behaupteten Prozentzahlen seien grob irreführend und generell zögen sich gravierende Fehler durch den gesamten Spiegel-Artikel, kritisierte der PKV-Verband. Mehrere Branchenvertreter bestätigten, sie könnten die Aussagen in dem Bericht nicht nachvollziehen. Für Bestandskunden soll es in der PKV 2013 keine spürbaren Anpassungen geben. Für Neukunden, die ab dem 21. Dezember 2012 nur noch die neuen Unisex-Tarife erhalten können, könnte es dagegen tatsächlich teurer werden.

Neue Preise bei Unisex-Tarifen in der PKV

Mit der Einführung der geschlechtsneutralen PKV-Angebote müssen Männer für die private Krankenvollversicherung ab Ende des Jahres nachweislich mehr zahlen. Dies liegt in der neuen Beitragskalkulation der Versicherer begründet, zu der sie durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verpflichtet sind.

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