PKV-Tarife steigen um bis zu 41 Prozent

Privatversicherte warten seit Wochen auf Nachrichten hinsichtlich der Beitragsanpassungen zum neuen Jahr. Nun liegen dem Spiegel Informationen vor, wonach bei einigen Versicherungsgesellschaften die Beiträge tatsächlich massiv ansteigen werden.


AXA mit den höchsten Beitragssteigerungen

Vor allem die AXA sticht hier als Negativbeispiel heraus. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, zeigen die Daten der Volz-Gruppe zu elf großen Krankenversicherern, dass die Beiträge für Neukunden um zweistellige Prozentbeiträge steigen werden. Während es beim untersuchten easyflex dent 1+ Tarif der Barmenia „nur“ eine Beitragssteigerung um 10,58 Prozent geben wird, steigen die entsprechenden Tarife des Münchener Vereins und der AXA um 34,64 bzw. 41,65 Prozent.

Auch Bestandskunden betroffen

Auch wenn diese Daten sich nur auf das Neukundengeschäft beziehen, so geben die Zahlen einen guten Eindruck von der Beitragsentwicklung zum nächsten Jahr. Auch Bestandskunden müssen sich teilweise auf hohe Prämienanpassungen einstellen. Die ersten Kunden erhalten bereits in diesen Tagen entsprechende Bescheide, in den nächsten Wochen werden dann alle betroffenen Versicherten informiert.

Kündigung auch jetzt noch möglich

Wer dabei besonders hohe Beitragsanpassungen verkraften soll, kann jedoch noch immer den Anbieter bzw. den Tarif wechseln. Zwar ist die reguläre Kündigungsfrist bereits zum 30. September abgelaufen, jedoch kann man bei einer Beitragserhöhung vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. So hat man einerseits die Möglichkeit, den bestehenden Versicherungsvertrag zu kündigen und sich bei einer anderen Gesellschaft zu versichern. Das ist jedoch meist nur dann ratsam, wenn man noch nicht lange bei dem alten Versicherer versichert war. Ansonsten kann der Verlust der bisher angesparten Altersrückstellungen jede Beitragsersparnis wieder auffressen.

Gleiche Gesellschaft, neuer Tarif

Meist ist es daher ratsamer, bei der gleichen Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Tarif zu wechseln. So behält man die Altersrückstellungen. Allerdings geben manche Versicherer nur ungern Auskunft über alternative Tarife. Hier empfiehlt es sich, eine schriftliche Tarifauskunft mit einer Antwortfrist zu stellen. So erhält man in der Regel zügig die gewünschten Informationen.

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