PKV: Sonderkündigungsrecht erleichtert den Wechsel

Zahlreiche private Krankenversicherer erhöhen ihre Tarife zum 1. Januar 2015. Wer von einer Beitragserhöhung bei gleichbleibenden Leistungen betroffen ist, kann von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter oder einem anderen Tarif kann sich dabei langfristig lohnen.

Viele Bestandskunden wurden bereits von ihren Versicherern über eine Beitragsanpassung informiert. Steigen die Kosten für die private Krankenversicherung im kommenden Jahr an, sind den Betroffenen nicht die Hände gebunden. Der Wechsel in einen anderen Tarif innerhalb der eigenen PKV oder ein Anbieterwechsel werden durch ein Sonderkündigungsrecht erleichtert. Jeder Bestandskunde hat das Recht, sich gegen die Beitragserhöhung zu wehren, indem er den teuren Tarif zugunsten eines anderen kündigt.

PKV Wechsel: Sind Rücklagen in Gefahr?

Für fast jeden PKV Kunden wird vom Versicherer ein Puffer angelegt, der die gesteigerten Kosten im Alter abfedern soll. Diese sogenannten Altersrückstellungen verhindern, dass die Beiträge mit wachsendem Alter drastisch steigen. Die Rücklagen können in der Regel bei einem Anbieterwechsel nicht mitgenommen werden, was viele Privatversicherte dazu veranlasst, in ihrem teuren Tarif zu bleiben. Doch das muss nicht der Fall sein.
Wer noch nicht lange bei einem Anbieter versichert ist – also erst kaum Altersrückstellungen angesammelt hat – kann wohlmöglich bei einem günstigeren Anbieter auf lange Sicht sparen. Das Sonderkündigungsrecht kommt genau diesen Kunden gelegen. Wer innerhalb der PKV wechseln möchte, braucht kein Sonderkündigungsrecht, denn diese Kunden können jederzeit wechseln. Bei einem Wechsel innerhalb des eigenen Anbieters ist der angesammelte Puffer zwar nicht in Gefahr. Doch nicht jeder Anbieter hat gleich gute Tarife.

Leistungsstarke Tarife sichern durch PKV Wechsel

Das Sonderkündigungsrecht kann von all denjenigen in Anspruch genommen werden, deren Beiträge zum Januar 2015 steigen. Ein Wechsel des Tarifs oder des Anbieters kann einen enormen Vorteil für Privatkrankenversicherte bieten, da sie auf diese Weise genau die Leistungen wählen können, die ihnen wichtig sind. Wenn sich die Lebenssituation geändert hat und beispielsweise eine Sehhilfe benötigt wird, hat der PKV Wechsel sogar einen unmittelbar greifbaren Nutzen. Das besondere an der privaten Krankenversicherung ist, dass die Leistungen individuell nach den Bedürfnissen der Kunden versichert werden können. Das Sonderkündigungsrecht kann somit zu einem leistungsstärkeren Tarif verhelfen und zwar bei geringeren Kosten.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr