PKV: Jeder 3. Privatversicherte unzufrieden

Die private Krankenversicherung ist in den Augen vieler Verbraucher beispielhaft, wenn es um die Absicherung von Gesundheitsrisiken geht. Allerdings scheint bei den Privatversicherten selbst diese Meinung nicht sehr weit verbreitet zu sein. Einer Umfrage zufolge bezweifelt jeder Dritte, in der PKV gut aufgehoben zu sein.

Unzufriedenheit in der PKV

Die Umfrage in Auftrag gegeben hatte die Barmer GEK mit dem Ziel, die Befragten zu ihrer Einstellung zu den Krankenversicherungssystemen zu befragen.

Das Ergebnis: Ein Teil der Privatversicherten ist mit der PKV unzufrieden. Zehn Prozent würden laut der Umfrage nicht mehr in die private Krankenversicherung wechseln, falls sie noch einmal die Wahl dazu hätten.

Weitere acht Prozent gaben an, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal in die PKV einzutreten. Und noch einmal zehn Prozent der Umfrageteilnehmer könnten sich den Wechsel in die private Krankenversicherung „eventuell“ vorstellen. Damit scheint die private Krankenversicherung bei einem Teil ihrer Mitglieder keinen guten Eindruck hinterlassen zu haben.

Störfaktor Beitragsentwicklung

Eines der großen Ärgernisse für die befragten Mitglieder der PKV ist die Entwicklung der Beiträge. In den letzten Jahren sind die Prämien für die private Krankenversicherung teilweise massiv gestiegen. So legte der PKV-Beitrag allein zwischen 1997 und 2008 im Durchschnitt um 55 Prozent zu. In der gesetzlichen Krankenversicherung lag das Beitragsplus dagegen bei „nur“ 32 Prozent.

Kritik an der Kostenerstattung

In der vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Umfrage kritisierte rund ein Drittel der Privatversicherten zudem das Verfahren der Kostenerstattung. Es stört unter anderem die Tatsache, dass die Kosten beim Arzt und in der Apotheke vorfinanziert werden müssen. Gleichzeitig schätzten einige den Zeit- und Verwaltungsaufwand als zu hoch ein.

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