PKV: Hohe Beiträge stören Kundenzufriedenheit

Eine Umfrage der Barmer GEK, durchgeführt von TNS Infratest, zum Vergleich der Versicherungssysteme hat Überraschendes ans Licht gebracht. Knapp 30 Prozent der Versicherten sind mit ihrer PKV nicht mehr zufrieden (wir berichteten). Für die Betroffenen ist es vor allem die Beitragsentwicklung, die zum Unzufriedenheitsfaktor wird. Und Fragen nach den Lösungsmöglichkeiten aufwirft.

Hohe Beitragssteigerungen in der PKV

Angesichts der Tatsache, dass allein zehn Prozent der Befragten den Wechsel in eine private Krankenversicherung bereuen, stellt sich die Frage nach dem Hintergrund.

Ein Punkt: Die Beiträge für die PKV sind in den vergangenen Jahren zweistellig gestiegen. Und werden inzwischen als finanzielle Belastung empfunden. Die Umfrageergebnisse werden in den kommenden Wochen sicher zu Diskussionen führen.

Was bei den betroffenen Privatversicherten bleibt, ist die Frage nach einer Lösung. Denn manch ein Versicherter fühlt sich mit dem Problem alleingelassen. Eine Tatsache, die angesichts der Debatte in den Hintergrund tritt. Wie können Privatversicherte aber die Kosten für die PKV bremsen? Eine Frage, die sich nur im Einzelfall abschließend beantworten lässt.

Privatversicherte müssen aktiv werden

Da die Versicherer Beiträge unter anderem aufgrund steigender Kosten im Gesundheitswesen anheben, sind die Möglichkeiten der Einflussnahme begrenzt. Bestes Beispiel ist die geplante Novelle der GOZ und eine Anhebung der Honorare um sechs Prozent. Kosten, die sich nicht so einfach umgehen lassen.

Ein möglicher Ausweg: Der Wechsel in einen günstigeren Tarif des Anbieters. Hier muss der Privatversicherte von sich aus aktiv werden. Und bewusst nach günstigeren Alternativen suchen. Denn die Versicherer müssen nach der aktuellen Rechtslage nicht von sich aus über einen günstigeren Tarif informieren.

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