PKV: Deckelung der Provisionen von Maklern ab April in Kraft

Mit dem 1. April gilt das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts und damit auch die Provisionsdeckelung. Zudem wurde die sogenannte Stornohaftung auf fünf Jahre verlängert. Doch welche Auswirkungen hat dies auf den Verbraucher?

Beratung birgt manchmal Tücken

Wer sich dafür entscheidet in die private Krankenversicherung zu wechseln, nimmt bei der Auswahl des optimalen Tarifs nicht selten die Hilfe eines unabhängigen Versicherungsmaklers in Anspruch.

Denn der Versicherungsmarkt ist sehr unübersichtlich und gerade bei komplexen Versicherungsprodukten wie der privaten Krankenversicherung ist es für den Laien nur schwer zu erkennen, welche Leistungen im Vergleich zu welchem Preis geboten werden. Leider kam es in der Vergangenheit jedoch immer wieder dazu, dass Versicherungsmakler für ihre Dienste überhöhte Provisionen verlangt haben. Zudem achteten nicht alle Makler auf das beste Preisleistungsverhältnis, wodurch einige Kunden nach einiger Zeit feststellten, dass sie einen auf Dauer teuren und leistungsschwachen Tarif ausgewählt hatten.

Verbraucherrechte gestärkt

Nun sind die Provisionen einerseits auf maximal neun Monatsbeiträge gedeckelt, so dass hier keine Wucherpreise mehr möglich sind. Andererseits wurde die Stornohaftung auf fünf Jahre verlängert. Dadurch sind Makler länger in die Verantwortung für eine schlechte Beratung zu ziehen. Für Verbraucher bedeuten die neuen Regelungen also eine Einschränkung des Preiswuchers und andererseits eine Stärkung ihrer Verbraucherrechte. Neben der privaten Krankenversicherung sind auch die biometrischen Lebensversicherungen von den Änderungen betroffen.

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