PKV: Debeka Krankenversicherung glänzt mit Bilanz

Die Debeka Krankenversicherung zählt in Deutschland zu den Marktführern im Bereich der PKV. Wie aus der jetzt vorgelegten Bilanz hervorgeht, hat sich das Geschäft im vergangenen Jahr im Branchenvergleich gut entwickel. Von rund 85.000 Neukunden im Bereich der privaten Krankenversicherung entfielen allein auf die Debeka Krankenversicherung rund 40 Prozent. Sorge bereitet der PKV allerdings das aktuelle politische Klima – insbesondere die Pläne zur Schaffung einer Einheitsversicherung.

Debeka kann Marktposition ausbauen

Die positiven Zahlen der Debeka freuen Uwe Laue, Vorstandschef der privaten Krankenversicherung.

Bei den Vollversicherungen konnte die Tarife der Debeka Krankenversicherung im vergangenen Jahr einen Zuwachs von mehr als 34.000 Neukunden verbuchen. Unterm Strich stiegen die Einnahmen der PKV um 7,5 Prozent auf 4,69 Milliarden Euro. Insgesamt stiegen die Einnahmen der Versicherungsgruppe auf rund 12 Milliarden Euro.

Damit verbessert Debeka ihr Ergebnis im Jahr 2010 um 4,2 Prozent. Allein die Krankenversicherungssparte steuerte 8,58 Milliarden Euro bei bzw. ein Wachstum um 5,3 Prozent. Insgesamt versichern sich in der Debeka Krankenversicherung rund 2,1 Millionen der knapp neun Millionen Privatversicherten. Zu dem guten Ergebnis der Debeka Krankenversicherung trug aber nicht nur die Krankenvollversicherung bei.

Zusatzversicherungen als einträgliches Geschäft

Zu den mehr als 2 Millionen Vollversicherten gesellen sich in der Debeka Krankenversicherung noch einmal mehr als zwei Millionen Versicherte, die eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Auch hier konnte der Krankenversicherer im letzten Jahr einen Zuwachs verbuchen. Unterm Strich ist die Entwicklung des letzten Jahres im Vergleich zum Vorjahr zwar nicht überall positiv verlaufen. Aber im Branchendurchschnitt hat die Debeka ihre Position behauptet.

Debeka sieht 2011 positiv

Für das laufende Versicherungsjahr macht sich die Debeka Krankenversicherung Hoffnungen auf eine gute Entwicklung. Bereits im ersten Quartal des Jahres hat man knapp die Hälfte der Gesamtneuzugänge aus dem Jahr 2010 erreicht. Es macht sich scheinbar das vereinfachte Wechselrecht bemerkbar. Anlass zur Sorge geben allerdings Pläne der Opposition, wie die Einführung der Bürgerversicherung, die eine Einheitsversicherung für alle Bürger vorsieht.

 

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