PKV: BRE für die Steuererklärung 2011 relevant

Das Jahr 2011 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende und die privaten Krankenversicherungen haben ihren Kunden zum Großteil die Beitragsrückerstattung (BRE) für das laufende Jahr gewährt.  Doch die Versicherten können sich nicht nur über das zusätzliche Geld freuen, sie müssen auch einige Punkte beachten, wenn sie sich über die Steuererklärung im kommenden Jahr Gedanken machen, denn auch darauf hat die BRE Einfluss.

BRE in der Steuererklärung

Für viele Kunden ist die Beitragsrückerstattung zu einem wichtigen Kriterium in der PKV geworden.

Besonders junge und gesunde Neukunden achten heute vermehrt darauf, dass in ihrem Tarif eine BRE enthalten ist. Die BRE gewährt den Kunden, sollte sie in dem gewählten Tarif enthalten sein, die Rückzahlung von mehreren Monatsbeiträgen, solange die Versicherten im laufenden Jahr keine Leistungen in Anspruch genommen, bzw. diese aus eigener Tasche bezahlt haben. Die Versicherten müssen daher im Laufe des Jahres genau kalkulieren, ob sie Einsparungen erzielen, wenn sie ihre Leistungen aus eigener Tasche bezahlen.

Seit einer Gesetzesänderung, welche zum 01. Januar 2010 in Kraft getreten ist, können die Beiträge für die Krankenversicherung in der Steuerklärung einfacher abgesetzt werden. Hier wird es allerdings für privat Versicherte – die einen Tarif mit BRE gewählt haben – schwierig, denn die finanziellen Vorteile, die beim Gesundbleiben mit der BRE eintreten, können durch eine niedrigere Absetzbarkeit in der Steuererklärung wieder verloren gehen.

Erstattung erst bei Kosten von sieben Prozent des Einkommens

Eine genaue Berechnung ist daher jedem Empfänger einer möglichen BRE zu empfehlen. Sollten Versicherte glauben, dass sie ihre Medikamente und Behandlungen, welche sie aus eigener Tasche bezahlt haben, ebenfalls steuerlich absetzen können und somit die BRE und die vollständigen Steuervorteile nutzen können, müssen sie aufpassen.

Wer seine Medikamente aus eigener Tasche bezahlt, kann diese zwar als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung angeben, jedoch muss eine bestimmte „Obergrenze“ erreicht werden, die bis zu sieben Prozent des Einkommens betragen kann. Auch bei Selbstbehalttarifen ist Vorsicht geboten, denn nur die wirklichen Prämien können angerechnet werden, der Eigenanteil bleibt in der Regel außen vor.

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