PKV: Beitragserhöhung bei der Gothaer KV zum Jahreswechsel

Auch 2012 werden wieder einige Anbieter in der PKV-Branche ihre Tarife anpassen müssen, so unter anderem auch die Gothaer Krankenversicherung. Wie in der PKV üblich, fallen die Beitragserhöhungen zwischen Männern und Frauen unterschiedlich aus. Ebenfalls eine Rolle spielt der gewählte Tarif, die größte Beitragsanpassung liegt bei über 30 Prozent Steigerung.

Beitragssteigerungen durch Wandel in der Gesellschaft

Für die privaten Krankenkassen sind es nicht Willkür oder reine Gewinnmaximierung, die dazu führen, dass Beitragsanpassungen durchgeführt werden müssen.

Ein Wandel in der Gesellschaftsstruktur ist der Faktor, der als Ursachen in Frage kommt. Es sind vor allem steigende Gesundheitskosten, die den Versicherungen Löcher in die Kasse reißen und die wieder gefüllt werden müssen.

Die steigenden Kosten treten aus verschiedenen Gründen auf. Die Entwicklung neuer Therapien und Medikamente ist eine kostenintensive und langwierige Sache, die im Endeffekt durch den Verbraucher getragen werden muss, um einen weiteren Fortschritt in der Gesundheitsbranche zu gewährleisten. Auch die steigende Lebenserwartung treibt die Kosten in die Höhe, da Versicherte im Alter oftmals mehr und teure Leistungen in Anspruch nehmen müssen.

 Beitragsanpassungen besonders deutlich bei Großschadentarifen

Durch unterschiedliche Gefahrenzuschläge und Bemessungsgrundlagen werden bei Männern und Frauen unterschiedliche Beiträge angesetzt – solange die Unisex-Tarife noch nicht eingeführt sind. Die Beitragserhöhungen der Gothaer Krankenversicherung betreffen besonders deutlich den Bereich der Großschadentarife (mit einer Eigenbeteiligung von 1.280 oder 2.784 Euro). In diesen Großschadentarifen sind Erhöhungen von 16 Prozent bei den männlichen Versicherten und 18 Prozent bei den Frauen zu erwarten.

Die Versicherten bei der Gothaer Krankenversicherung mussten bereits im vergangenen Jahr Beitragserhöhungen von bis zu 40 Prozent bei den Männern und bis zu 25 Prozent bei den Frauen verdauen. Frauen, welche in dem MediComfort Tarif versichert sind, trifft es dieses Jahr besonders hart, hier sind Erhöhungen von 34 Prozent für das kommende Jahr zu erwarten.

 

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