PKV Beitragserhöhung 2016: So können Beiträge reduziert werden

In diesen Tagen versenden die meisten privaten Krankenversicherer ihre Informationsschreiben über die anstehenden Beitragserhöhungen für 2016. Im Einzelfall kann die private Krankenversicherung (PKV) durch die Prämienanpassung im kommenden Jahr deutlich teurer werden. Doch Privatversicherte haben einige Möglichkeiten, um die Beiträge zu senken.

Laut Focus online werden einige PKV-Tarife 2016 bis zu 170 Euro teurer. Dabei hängt die Beitragsanpassung von verschiedenen Faktoren wie das Alter des Versicherten und der Tarifkombination ab. Zwar haben viele Versicherer für einen Großteil ihrer Angebote eine Beitragsgarantie ausgesprochen. Dennoch erhalten so manche Privatversicherte in diesen Tagen Post von ihrem Anbieter. Wem die private Krankenversicherung zu teuer wird, der hat einige Optionen, den Beitrag zu reduzieren.

Wechsel innerhalb der Gesellschaft oder zu einem anderen Versicherer

Bei einer PKV-Beitragserhöhung haben Versicherte die Möglichkeit, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Dies lohnt sich besonders dann, wenn der neue Tarif deutlich günstiger als der alte ist. Jedoch können mit dem Wechsel sogenannte Altersrückstellungen verloren gehen. Diese dienen dazu, Beitragsanpassungen im Alter aufzufangen. Beim neuen privaten Krankenversicherer müssen diese neu aufgebaut werden, was wiederum einen höheren Beitrag bedeutet. Bei einem internen Wechsel ist dies nicht der Fall. Allerdings halten sich die Unternehmen hier oftmals mit passenden Angeboten zurück, sodass Betroffene häufig nachhaken müssen.

Leistungen senken oder Selbstbeteiligung erhöhen

Eine andere Möglichkeit besteht darin, in den Basistarif zu wechseln. Allerdings sollte dieser Schritt gut überlegt sein, denn das Leistungsniveau ist auf das der gesetzlichen Krankenversicherung beschränkt. Daher empfiehlt es sich erst darüber nachzudenken, ob Versicherte nicht zunächst einzelne Leistungen reduzieren oder ganz streichen. Doch auch diese Entscheidung ist nicht leicht getroffen. Denn werden zu viele Leistungen gestrichen, die im Ernstfall gebraucht werden, bleiben Privatpatienten trotz Absicherung über eine private Krankenversicherung auf den Kosten sitzen.

Eine vergleichsweise unbedenkliche Möglichkeit, den Beitrag für die private Krankenversicherung zu senken, ist es, die Höhe der Selbstbeteiligung anzupassen. Je höher diese ist, desto geringer ist in der Regel die Versicherungsprämie. Kommen auf Versicherte Behandlungskosten zu, müssen diese erst bis zur Höhe des Selbstbehalts aus der eigenen Tasche gezahlt werden, ehe der Versicherer die Kosten übernimmt, die über der Selbstbeteiligung anfallen.

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