PKV-Beitragserhöhung 2014 bei der ARAG

Versicherte beim privaten Krankenversicherer ARAG werden 2014 mehr für ihre private Krankenversicherung zahlen. Betroffen sind zwar nicht alle Kunden – die ARAG hat für viele Tarife eine Beitragsgarantie ausgesprochen –, doch manche Angebote verteuern sich.

ARAG mit Beitragserhöhung und Beitragsgarantie

Einige private Krankenversicherer ätzen unter der Finanzkrise. Denn die geringen Zinsen auf den Markt stellen für manche Anbieter ein Problem dar. Im Zuge dessen erwarten Experten, dass die Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung 2014 stärker als in den Vorjahren ausfallen wird. Nun müssen auch Privatversicherte der ARAG mit einer Beitragsanpassung für das kommende Jahr rechnen. Zwar spricht das Unternehmen für viele Angebote eine Beitragsgarantie bis Januar 2015 aus – doch eben nicht für alle Tarife.

Einige ARAG-Versicherte zahlen ab 2014 mehr

Männer müssen im kommenden Jahr unter anderem für die Tarife „208“ und „209“ mehr zahlen. Für Frauen bleiben die Beiträge hingegen stabil. Alle Bestandskunden sind von einer Beitragserhöhung 2014 betroffen, die sich für die Angebote „521“, „529“ oder „541“ entschieden haben. Auch in anderen Tarifen werden die Preise steigen. Wie viel mehr ARAG-Versicherte dann für ihren privaten Krankenversicherungsschutz zahlen müssen, steht jedoch nicht fest. Über eine Beitragssenkung dürfen sich Männer im Tarif „548“ und „549“ freuen.

Ursachen für die Beitragserhöhung 2014

Es gibt verschiedene Ursachen für die Beitragserhöhung 2014 bei der ARAG. Dazu zählen etwa gestiegene Ausgaben des Versicherers durch höhere Gesundheitskosten. Doch auch die anhaltende Niedrigzinsphase wirkt sich nun auf die Versicherten aus. Denn Unternehmen, die den Rechnungszins von 3,5 Prozent nicht mehr erwirtschaften können, müssen diesen anpassen, was die Beiträge der Kunden langfristig steigen lässt. Einer Prüfung der Finanzaufsicht BaFin zufolge können 18 private Krankenversicherer den Zins derzeit nicht erwirtschaften, darunter die ARAG. Laut Uwe Laue, Chef des PKV-Verbands, ist daher mit einer Beitragserhöhung von sechs bis acht Prozent zu rechnen.

ARAG-Kunden, die eine Beitragserhöhung erhalten haben, können von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ihnen bleiben zwei Monate Zeit, um einen neuen Anbieter beziehungsweise einen neuen Tarif zu finden.

 

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