PKV: Beitragsanpassungen bei der Allianz

Die Allianz-Versicherungsgruppe wird im Jahr 2012 Beitragsanpassungen durchführen. Es soll neben Erhöhungen der Prämien in einigen AktiMed-Tarifen auch einige Senkungen geben. Betroffen sind hauptsächlich Frauen und Kinder-/Jugendtarife, bei männlichen Versicherten sind kaum Anpassungen geplant. Wie groß die Beitragsanpassungen ausfallen werden, wird erst Anfang November klar sein.

Tarife für Männer kaum betroffen

Wie die Allianz Private Krankenversicherung – die drittgrößte private Krankenversicherung in Deutschland – kürzlich bekannt gegeben hat, wird es im Jahr 2012 einige Beitragsanpassungen geben.

Von Anpassungen sind hauptsächlich Versicherte in den Tarifmodellen AktiMed betroffen. Im Bereich des AktiMed Best S sollen die Tarife für Frauen sowie die Kinder- und Jugendtarife nach oben korrigiert werden. Für Kinder und Jugendliche werden die Prämien im AktiMed-Tarif dafür günstiger. In welcher Höhe die Anpassungen durchgeführt werden, ist bisher noch unklar. Die Versicherten werden Anfang November in einem Schreiben ihrer Versicherung über die tatsächliche Höhe der Anpassungen informiert.

Ebenfalls auf Erhöhungen müssen sich Ärzte einstellen. Der größte Versicherer für Mediziner wird auch in diesem Bereich einzelne Anpassungen vornehmen. Lediglich männliche Versicherte können beruhigt sein, bei ihnen wird es nur in Einzelfällen Beitragsanpassungen geben. Weitere Veränderungen sind es im Bereich der Zusatzversicherungen geplant, hier sollen sich Erhöhungen und Senkungen in einzelnen Bereichen die Waage halten.

Verbesserung der Bonitätsprüfung

Wie es die Hallesche Krankenversicherung bereits seit einiger Zeit praktiziert, wird ab dem kommenden Jahr auch die Allianz eine Bonitätsprüfung durchführen. Damit soll gewährleistet werden, dass die verursachten Kosten der säumigen Beitragszahler gesenkt werden können. Ein weiteres Ziel dieser Maßnahme ist, dass sich eine verbesserte Stabilität der Beiträge einstellen kann.

Auch wenn diese Maßnahmen einen kurzzeitigen Kostendämpfungseffekt bedeuten dürften, sind einige Experten doch der Meinung, dass auf längere Sicht die Beiträge in den privaten Krankenkassen steigen werden. Gründe hierfür sind – neben dem kostenintensiven medizinischen Fortschritt – auch das immer weiter ansteigende Durchschnittsalter der Versicherten und die damit steigenden Behandlungskosten durch chronische oder altersbedingte Krankheiten.

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