PKV: Beamten sind Service und Leistung wichtig

Neben Selbständigen, Freiberuflern und versicherungsfreien Arbeitnehmern können sich auch Beamte in der privaten Krankenversicherung absichern. Eine Umfrage der Hochschule für angewandte Wissenschaft hat jetzt offengelegt, worauf es den Beamten dabei am meisten ankommt. Insbesondere ein guter Service, verständliche Leistungen und eine gute Erreichbarkeit zählen für die Beihilfeberechtigten. Kundenmagazine und technische Novitäten wie Apps stehen dagegen weniger im Vordergrund.

PKV für Beamte – Individualität und Transparenz

Beamte gehören zu den Versicherten, die am stärksten vom Eintritt in die private Krankenversicherung profitieren können.

Denn sie sind beihilfeberechtigt. Und müssen nur noch einen kleinen Teil der Kosten für ihre PKV selbst übernehmen. Die HAW aus Ingolstadt hat jetzt junge Beamte zu ihrer Einstellung zur privaten Krankenversicherung befragt. Das Ergebnis: Der überwiegende Teil der Beamten ist mit der Krankenversicherung soweit zufrieden.

Allerdings wünschen sich die Beihilfeberechtigten einen besseren persönlichen Kontakt zu ihrer PKV. Und würden sich auch über weiterer Versicherungsleistungen von ihrem Anbieter freuen. Was Teilnehmer der Befragung dagegen teilweise als negativ einstuften, sind die Formulierungen der Leistungen, die in den Augen einiger der Befragten für den Laien ein echtes Hindernis darstellen.

Apps und Kundenmagazine unwichtig

Die Umfrage der Hochschule für angewandte Wissenschaft hat auch gezeigt, auf was junge Beamte in der PKV gern verzichten können. Ein Beispiel wären Kundenmagazine. Aber auch Apps – kleine Anwendungen für´s Handy oder das Tablet – spielen für die Versicherten kaum eine Rolle. Wesentlich höher der Stellenwert dagegen bei den Leistungen. Hier wollen Beamte rund um versorgt sein und sich entspannt zurücklehnen können.

Besonders wichtig sind die Leistungen der PKV im Bereich der Zahnbehandlung. Hier sollen vor allem Zahnersatz, Kieferorthopädie- und Zahnbehandlungen hohen Standards genügen. Ebenfalls als wichtig wurden in der Umfrage Heilmittel und Vorsorgeleistungen eingestuft. Erstklassige stationäre Leistungsbereiche wie die Chefarztbehandlung haben dagegen nur eine nachrangige Bedeutung. Für die Befragung führte die HAW Telefoninterviews sowie Online-Befragungen durch.

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