PKV: ARAG Krankenversicherung Beitragserhöhung 2011

Die private Krankenversicherung ist der sichere Hafen derer, die ein hohes Leistungsniveau in der Krankenversicherung absichern wollen. Leider müssen Privatversicherte dafür immer wieder Beitragsanpassungen in Kauf nehmen. Zum 01. April 2011 hat es einige Versicherte der ARAG Krankenversicherung getroffen. Beamtenanwärter der Tarifklasse 25 müssen in Zukunft etwas tiefer in die Tasche greifen, um sich in der PKV abzusichern.

Höherer PKV-Beitrag für Neukunden

Wer sich bereits in der Vergangenheit bei der ARAG Krankenversicherung in der entsprechenden Tarifklasse hat absichern lassen, kann aufatmen.

Denn die Anpassung des Beitrags gilt nicht für Bestandskunden, sondern nur Versicherte, die bei der ARAG Krankenversicherung einen neuen Vertrag abschließen. Für alle, die bereits zum Versicherungskollektiv gehören, bleibt alles so, wie es ist.

Selbständige, Freiberufler und Arbeitnehmer, die sich nach Erreichen der Versicherungspflichtgrenze für die ARAG Krankenversicherung entschieden haben, müssen die neuen Beiträge nicht fürchten, da es sich hier um Beihilfetarife handelt. Diese sind nur für Beamte oder andere beihilfeberechtigte Personen gedacht, die über den Dienstherren bereits ein hohes Maß an Absicherung genießen.

Beamtentarife in der Regel günstiger

Aus diesem Grund sind die Tarife im Bereich der Beihilfe deutlich günstiger als die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer oder Selbständige. Der Dienstherr – Bund oder Länder – übernimmt durch Zuzahlungen zu den Krankheitskosten bereits einen erheblichen Teil der Aufwendungen. Nur die verbliebene Restsumme müssen Beamte im Rahmen einer Krankenversicherung decken, was die private Krankenversicherung für Beamte so günstig macht. Allerdings schützt diese Tatsache nicht vor Beitragserhöhungen.

Denn die steigenden Kosten im Gesundheitswesen gehen auch an Beamten, Richtern usw. nicht vorbei. Um kostendeckend in den Beamtentarifen zu arbeiten, müssen die privaten Krankenversicherer auch hier von Zeit zu Zeit die Beiträge anpassen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen zum Beispiel die geplante Reform der GOZ und GOÄ haben wird. Experten rechnen für die private Versicherungswirtschaft zudem mit erheblichen Umwälzungen durch die Einführung der Unisex-Tarife. Hier hat der EuGH ein wegweisendes Urteil gefällt. Und dürfte damit zu erheblichen Mehrkosten auch in der PKV führen.

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