PKV: Als Privatpatient auch in den Ferien sicher unterwegs

Die Monate von Juni bis August sind in Deutschland die Reisezeit Nummer 1. Kein Wunder – fallen in diese Monate doch die Schul- und Semesterferien. Viele Familien mit Kindern, aber auch Studenten und Hochschulabsolventen nutzen daher die Sommermonate, um sich vom Stress der letzten Monate zu erholen. Leider geht beim Gedanken an Sonne, Strand und Meer der Blick für wesentliche Aspekte der Urlaubsaspekte verloren – wie die Absicherung gegen Krankheitskosten.

PKV oder GKV – der bessere Auslandsschutz

Generell wird die private Krankenversicherung in Bezug auf den Schutz gegen Krankheitskosten den Anforderungen der Versicherten eher gerecht.

Die GKV bleibt in diesem Zusammenhang leider weit hinter den eigentlichen Anforderungen zurück, besonders wenn sich Kassenpatienten außerhalb der EU aufhalten. Hier ist die PKV – aufgrund ihrer weltweiten Geltung – in der Regel wesentlich besser und bedarfsgerechter ausgestattet. Allerdings dürfen sich Privatversicherte auf diesem Schutz nicht einfach ausruhen, denn der Teufel steckt auch hier im Detail.

Zeitliche Beschränkung der PKV

Richtig ist zwar, dass die private Krankenversicherung einen umfassenden Versicherungsschutz bietet. Allerdings ist dieser in der Regel zeitlich begrenzt – sofern es sich um einen Aufenthalt außerhalb der Grenzen der EU handelt. Der Regelfall sind hier vier bis sechs Wochen. Gerade wer sich länger im Ausland aufhalten will, muss auch als Privatpatient vorsorgen. Ein weiterer Punkt betrifft die Kostenerstattung. In Deutschland staffeln sich die Preise in den Liquidationen der Ärzte im Regelfall nach festen Gebührensätzen.

Die PKV übernimmt – je nach Tarif – nur einen Teil der Gebührensätze. Es kann also durchaus sein, dass der Privatversicherte einen Teil der Krankheitskosten selbst finanzieren muss. Gerade wer die Krankenversicherung selten in Anspruch nimmt, sollte sich vor Reiseantritt vergewissern, bis zu welcher Höhe die PKV Gebühren für den Besuch beim Arzt im Ausland trägt.

Ein Muss – die Reiseapotheke

Ein unbedingtes Muss – ob Privatversicherter oder Kassenpatient – ist die Reiseapotheke. Hier sind vor allem Notfallmedikamente das Nonplusultra. Speziell Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten ein Notfallset mit sich führen, zum Beispiel Asthmaspray für Allergiker usw. Um Probleme beim Reise zu vermeiden, empfiehlt sich das Mitführen der ärztlichen Verordnung.

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