PKV: Allianz will Vollversicherungsgeschäft ausbauen

Die Allianz Krankenversicherung will im kommenden Jahr einen neuen Kurs einschlagen. Besonders im Vollversicherungsgeschäft soll wieder zur Konkurrenz aufgeschlossen und verloren gegangener Boden wieder gutgemacht werden. Ein neues Modell mit individuellen Tarifmodellen soll die Allianz dabei attraktiver für Neukunden machen. Interne Spannungen sollen endgültig der Vergangenheit angehören und die Allianz Krankenversicherung wieder auf Erfolgskurs bringen.

Neue Chefin und neuer Kurs sollen Erfolg zurückbringen

[Berlin] In den vergangenen Jahren hatte die Allianz Krankenversicherung mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen – wie interne Spannungen und Schwierigkeiten.

Daraus hervor geht eine neue Führungsebene, die unter der Leitung von Dr. Birgit König ab 1. Januar 2012 ihre Arbeit aufnimmt und in Zukunft einen neuen Weg einschlagen will.

Die Neuordnung der angebotenen Tarife in der PKV soll mit individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und einer breiten Vielfalt besonders junge Neukunden in die Versicherungsgesellschaft locken. Denn auch hier hat die Allianz mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Eine stark überalterte Versichertenstruktur führte immer wieder zu finanziellen Engpässen und steigenden Kosten für die Versicherten. Nachdem die internen Strukturen wieder geregelt sind, hat sich die Allianz Krankenversicherung vorgenommen, einen Teil der verlorenen Marktanteile aufzuholen und den Vollversicherungssektor nach einem Rückgang wieder auszubauen.

Neue Tarifmodelle sollen Wende bringen

Die größte Baustelle stellt derzeit die Planung und Ausarbeitung der neuen Tarife dar. Diese sollen für jeden Verbraucher individuell und passend zusammengestellt und erarbeitet werden können. Zusätzlich sollen auch einige ältere Modelle im Geschäft verbleiben. Die AktiMed-Tarifreihe ist nach wie vor bei Verbrauchern und Experten angesehen und beliebt.

Aber besonders im Hinblick auf die Einführung der Unisex-Tarife Ende des kommenden Jahres will die Allianz private Krankenversicherung ihre Tarife so gut wie möglich anpassen, weshalb derzeit viel Aufwand in diesem Bereich betrieben wird. Experten gehen davon aus, dass die Einführung der Unisex-Tarife besonders für männliche Versicherte steigende Beiträge bereithalten wird. Schätzungen gehen derzeit von bis zu 35 Prozent an Mehrkosten aus.

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