PKV 2012: Höherer Arbeitgeberzuschuss gilt auch für Angehörige

Nachdem die JAEG mit dem Wechsel von 2010 auf 2011 erstmals gesenkt wurde, wird sie im kommenden Kalenderjahr wieder angehoben, sogar auf einen Wert über dem von 2010. Insgesamt wird sie dann 50.850 Euro betragen. Gleichzeitig steigt auch die Beitragsbemessungsgrenze auf 45.900 Euro. Die angehobene Grenze hat aber auch Vorteile, so steigt mit ihr auch der Arbeitgeberanteil für die Krankenversicherung und dieser gilt auch für privatversicherte Familienangehörige.

Neue Beitragsbemessungsgrenze für 2012

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) ist der Betrag, der von einem Versicherten mindestens verdient werden muss, damit das darüber liegende Einkommen nicht mehr für die Beitragsberechnung herangezogen wird.

Die BBG legt jedes Jahr der Gesetzgeber neu fest. Dieses Jahr liegt die BBG bei 44.550 Euro. Mit deren Anhebung steigt der Arbeitgeberzuschuss. Letzterer beträgt für die privat Versicherten maximal 50 Prozent des Gesamtbeitrages und maximal 7,3 Prozent des höchsten GKV Beitrags.

Für 2011 ergibt sich demnach ein Maximalzuschuss von 271,01 Euro für die private Krankenversicherung, für die Pflegeversicherung sind es 36,20 Euro. Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze von 44.550 Euro auf 45.900 Euro erhöhen sich demnach auch die maximalen Arbeitgeberzuschüsse. In der Krankenversicherung auf 279,23 Euro und in der Pflegeversicherung auf 37,29 Euro.

Auch Angehörige sind betroffen

Von dieser Anhebung betroffen sind übrigens nicht nur die Privatversicherten. Auch Angehörige, welche über Betroffene in der PKV abgesichert sind, profitieren vom Arbeitgeberzuschuss. Allerdings nicht unbegrenzt – auch hier gilt die gesetzliche Höchstgrenze. Damit soll verhindert werden, dass Arbeitgeber in einem höheren Umfang belastet werden, als dies für gesetzlich versicherte Mitarbeiter der Fall wäre.

Unterm Strich kommt die neue BBG von 45.900 Euro ab 1. Januar 2012 also den Privatversicherten und deren Angehörigen zugute. Allerdings nur dann, wenn der relevante Beitragsteil nicht 279,23 Euro übersteigt. Alles, was an Prämie in der PKV darüber hinaus anfällt, muss im kommenden Jahr von den Versicherten selbst getragen werden. Sofern es sich dabei aber um Beiträge zur Basisversicherung handelt, können sie über die Einkommenssteuer angesetzt werden.

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