PKV 2011: Keine Beitragserhöhung wegen Finanzkrise

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" über eine drohende PKV Beitragserhöhung in 2011 widersprach der Chef des Verbands Privater Krankenversicherungen Volker Leienbach wehement. In der Montagsausgabe der "Ruhr Nachrichten" erklärt der PKV-Chef , die privaten Krankenversicherungen hätten im Jahr der Finanzkrise 2009 einen Zinssatz über der geforderten Mindestverzinsung von 3,5 Prozent erzielt. Mit durchschnittlich 4,2 Prozent Verzinsung auf die Rückstellungen werde es keine krisenbedingten Beitragserhöhung der PKV in 2011 geben. Zudem sehe er keinerlei Anzeichen für Probleme im aktuellen Jahr 2010.

PKV will an Ärzte-Honorar sparen

Vielmehr stören den PKV-Chef Volker Leienbach die weiterhin hohen Ärzte-Honorare. So würden Ärzte bevorzugt bei Privatpatienten oftmals Leistungen in Rechnung stellen, für die es keinerlei medizinische Begründung gebe.
Hier sieht der Verbandschef großen Einsparpotential, das sich beitragsstabilisierend auswirken würde. Die hohen und stetig steigenden Arzt-Honorare sind der PKV bereits seit langem ein Dorn im Auge. Anlass zur Klarstellung über angeblich anstehende Beitragsanpassungen in der privat Krankenversicherung ist ein Bericht der "Financial Times Deutschland" in der Freitagsausgabe. Im Bericht deutete die Finanzzeitschrift deutliche PKV Beitragserhöhungen in 2011 in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise an. So hätten viele Privatversicherer Probleme, die gesetzlich vorgeschriebene Mindestverzinsung auf die Altersrückstellungen zu erwirtschaften, die sich wiederum negativ auf die Bilanzen auswirkten.

Beitragsstabilität im Alter: PKV Altersrückstellungen

Ein Teil der Beitragseinnahmen wird von allen 46 privat Krankenkassen in Deutschland als Altersrückstellung zur Seite gelegt und mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Zinssatz von mindestens 3,5 Prozent verzinst. Diese Rückstellungen diesen der Beitragsstabilität der PKV im Alter. Je wirtschaftlicher eine Private Krankenversicherung mit diesen Altersrückstellungen arbeitet, desto stabiler sind ihre Beiträge auch im Alter der Patienten. Deshalb sollte bei der Wahl der PKV nicht zuletzt auf die wirtschaftliche Ertragskraft einer Gesellschaft geachtet werden und. Hierzu bieten Rating-Agenturen wie die Assekurata oder die Stiftung Warentest Hinweise und führen in regelmäßigen Abständen einen Private Krankenversicherung Test durch.

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