Philipp Rösler plant neues Arzt-Gesetz

Wie viele Menschen hat sich auch Gesundheitsminister Philipp Rösler für das Jahr 2011 viel vorgenommen. Er plant im neuen Jahr nicht nur eine Verbesserung der Pflege-Situation, sondern er möchte mit einem neuen Arzt-Gesetz auch die ärztliche Versorgung verbessern. Die Grundzüge dieses neuen Arzt-Gesetzes sollen in Zusammenarbeit mit den Bundesländern und Verbänden erarbeitet werden.

Ärztliche Versorgung soll durch neues „Arzt-Gesetz“ verbessert werden

Bereits seit vielen Jahren klagen Verbände und Verantwortliche eine immer schlechter werdende medizinische Versorgung der Bevölkerung an. Von diesem neuen Gesetz erhoffen sich daher viele Menschen eine Verbesserung der aktuellen Situation.

So ist unter anderem die Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Frau Doris Pfeiffer, froh darüber, dass die Diskussion über die ärztliche Versorgung jetzt mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Sie wünscht sich vor allem eine bessere ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten, wo viele ältere Hausärzte durch den Ärztemangel aktuell Probleme haben, adäquate Nachfolger zu finden. Hierzu sei es nach Aussagen von Frau Pfeiffer notwendig, die Überversorgung in einigen Ballungsregionen aufzudecken und durch eine Beschränkung von Zulassungen die Versorgung künftig besser sicherzustellen. Schließlich seien in Deutschland aktuell etwa 140.000 niedergelassene Ärzte aktiv, die gleiche Anzahl ist zusätzlich in den Kliniken des Landes tätig. Damit ist die Anzahl der Ärzte in Deutschland aktuell so hoch wie noch nie zuvor.

Kein Mangel an Ärzten

Anhand dieser Zahlen wird deutlich, dass es in Deutschland grundsätzlich kein Problem mit zu wenig ausgebildeten Ärzten gibt, sondern dass deren Verteilung einfach falsch oder überhaupt nicht gesteuert wird. Findet sich in einigen Ballungsregionen nämlich ein Ärzteüberhang von mehr als 25.000 Ärzten, gibt es in anderen Regionen, vor allem eben im ländlichen Raum, einige hundert Ärzte zu wenig.

Angemessene Arzthonorare gegen Ärztemangel

Die Zusammenarbeit mit den Verbänden und Bundesländern ist daher notwendig, unterversorgte Regionen zu lokalisieren und gemeinsam Möglichkeiten zu erarbeiten, wie dem Ärztemangel hier vorgebeugt werden kann. Eine Lockerung der Grenze zwischen Ärzten und Krankenhäusern kann dabei ebenso wirkungsvoll sein wie die gute Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten und Krankenhäusern. Daneben ist laut CSU-Gesundheitspolitiker Johannes Singhammer aber auch eine angemessene Bezahlung der Mediziner notwendig, um eine Abwanderung junger Ärzte ins Ausland zu stoppen. Zusätzlich können attraktive Arbeitsbedingungen sowie ein positives familienfreundliches Umfeld dazu beitragen, dass junge Ärzte von den Ballungsräumen in ländliche Regionen ziehen und hier tätig sind.

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