Patienten ertragen zu große Schmerzen

Chronische Schmerzen durch unzureichende Informationen

Chronische Schmerzen durch unzureichende Informationen

Viel Patienten leiden unter chronischen Schmerzen und gehen erst dann zum Arzt, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Dies ist aber nicht nur die Schuld der Patienten, oftmals werden sie von den Ärzten nicht ausreichend genug informiert. Soweit muss es laut Experten Sicht nicht kommen, denn gegen Schmerzen können durchaus Therapien helfen, bevor, sie nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur psychischen Belastung werden.

17 Prozent der Bevölkerung leidet an chronischen Schmerzen

Für Rolf-Detlef Treede gibt es dafür aber mehrere Ursachen, Treede ist Mediziner der Neurophysiologe an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

Auf der einen Seite sieht er das Problem, dass die Patienten nicht ausreichend aufgeklärt werden und gegenüber den Patienten nicht oft genug über den Schmerzzustand nachgefragt wird.

Wobei Treede auf der anderen Seite auch anmerkt, dass es in Deutschland einfach zu wenig Mediziner auf dem Gebiet der Schmerzbehandlung in Deutschland gibt. Einer Studie zufolge ist der Markt nur zu rund 20 Prozent mit Schmermedizinern gedeckt. Somit sind für die Hausärzte einfach nicht genügend Möglichkeiten gegeben, an welche die unter chronischen Schmerzen leidenden Patienten überweisen werden könnten. Der Markt ist aber mehr als vorhanden, denn einer Studie zufolge leiden 17 Prozent der Bevölkerung unter chronischen Schmerzen in Kopf, Rücken oder Nerven.

Zusammenarbeit gewährleisten

Eine gute und enge Zusammenarbeit ist bei der Schmerzbehandlung besonders gefragt, sowohl der behandelnde Arzt, als auch der Physiotherapeut und der Psychologe müssen in diesem Bereich eng zusammenarbeiten. Denn erwiesener Maßen, verläuft eine Heilung erfolgreicher und schneller, wenn der Patient nicht unter Schmerzen leidet. So Schnitt in einer Umfrage die internistische Station besonders negativ ab, was Schmerzbehandlung von Patienten betrifft.

Neue Erkenntnisse und Behandlungsmethoden werden auf dem Schmerzkongress 2011 der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) erwartet. Zu diesem Kongress werden zwischen dem 5. und 8. Oktober bis zu 2.500 Experten auf dem Gebiet der Schmerzforschung in Mannheim erwartet. Unter dem Motto – Alles multimodal? Chancen und Grenzen.- soll besonders die Zusammenarbeit verschiedener Bereiche erörtert werden. Mit rund 3.000 Mitgliedern ist die DGSS die größte Vereinigung ihrer Art in Europa.

VN:F [1.9.15_1155]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Weitere News:

Ultimatum: Bahr fordert Rückzahlungen von Kassen

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr verliert die Geduld mit den gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem er bereits vor Wochen zu Beitragsausschüttungen aufgefordert hatte und nur einige wenige Krankenkassen mit Überschüssen seinem Wunsch… mehr

Montgomery: Wettbewerb zwischen PKV und GKV ist vernünftig

Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, hält einen Wettbewerb zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung für vernünftig. In einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt spricht er über… mehr

Stiftung Warentest prüft Auslandsreise-Krankenversicherung

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (06/2012) hat die Stiftung Warentest 47 weltweit geltende Tarife für Auslandsreise-Krankenversicherungen geprüft. Obwohl Finanztest in diesem Jahr strengere Bewertungskriterien einsetzte, erhielten sechs… mehr

PKV: Flexibler Einsatz von Altersrückstellungen

Die privaten Krankenversicherer stehen nach wie vor wegen enormer Beitragserhöhungen in der Kritik. Nun schlägt der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. vor, die Beitragssteigerungen für die Versicherten mittels der Rückstellungen… mehr