Operation mit dem iPod

In der Medizin finden sich stetig Fortschritte, die die Behandlung der Patienten verbessern und die Arbeitsbedingungen der Mediziner erhöhen. Das städtische Klinikum Köln-Merheim testet jetzt im Operationssaal mit einem neuartigen iPod von Apple, der das Operieren deutlich einfacher machen soll. Das ist kein Scherz und soll auch nicht der Aufheiterung des Chirurgen oder des Patienten mit Musik dienen. Das iPod scheint im Operationssaal eine große Hilfe zu sein.

iPod bei Hüft- und Knie-Operationen

Der Apple iPod ist bei vielen Jugendlichen ein sehr begehrtes Gerät, da er neben dem Anhören von Musik auch das Versenden von Nachrichten und das Aufnehmen von Videos ermöglicht. Im Operationssaal sind diese Techniken jedoch nicht gewünscht, hier wird das Gerät vielmehr für Hüft- und Knieoperationen genutzt. Das Gerät kann in diesem Fall in Millisekunden zeigen, ob die Positionen des Operateurs und die Beinlänge optimal sind oder ob Nachbesserungen notwendig werden. Der Arbeitsablauf der Mediziner wird so verbessert, auch die Präzision kann gesteigert werden.

iPod verarbeitet Daten per WLAN

Das iPod, welches die Chirurgen nutzen, wird mit einem Kamerasystem neben dem Operationstisch gekoppelt. So kann das Gerät im Bruchteil einer Sekunde die Gelenkanatomie registrieren und diese digitalisieren. Die Daten werden dann an die Kamera geleitet, so dass die Berechnungen für den Arzt sofort sichtbar sind. Kabel müssen während der Operation nicht beachtet werden, denn das Gerät funktioniert kabellos per WLAN.

Studie mit iPod vom Bundesinstitut genehmigt

Die Studie wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte genehmigt, denn bereits seit Jahren wird an einer computergestützten Operationsmethode gearbeitet. Orthopäden sind per heute sehr zufrieden mit dem Gerät und dessen Möglichkeiten, da der iPod direkt in der Hand des Operateurs liegt und sich dieser somit direkt im Blickfeld befindet. Auch ist das Gerät im Vergleich zu den früher genutzten Geräten und den großen Monitoren in den Operationssälen deutlich kleiner und natürlich auch handlicher.

iPod für OP kostet 50.000 Euro

Hierdurch ist es schließlich auch möglich, Personal einzusparen und die Operationszeit insgesamt zu verkürzen. Letztendlich sind zudem die Investitionskosten für die Kliniken deutlich geringer, denn die ursprünglich genutzten Systeme waren mit Anschaffungswerten von teils mehr als 200.000 Euro sehr teuer. Der neuartige iPod hingegen kostet lediglich um 50.000 Euro. Nach dem Start des neuen iPods sehen Experten sogar weitere Einsatzmöglichkeiten. So könnte der iPod nicht nur in der Orthopädie, sondern auch in der Gesichtschirurgie, in der Neurochirurgie sowie im HNO-Bereich genutzt werden.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr