Wirkungsweise der traditionellen chinesischen Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin beruht auf den fünf Säulen Akupunktur, an der Gesundheit orientierte Ernährungslehre, Bewegungslehre, Arzneitherapie mit dem Schwerpunkt auf der Pflanzenheilkunde und Massagetechniken. Im Westen wird neben den Bewegungsübungen des Qigong in erster Linie die Akupunktur angewendet. Diese beruht darauf, dass Erkrankungen durch Störungen des Energieflusses im Körper verursacht werden und behebt die entsprechende Störung durch das Stechen mit einer Akupuntkurnadel auf die entsprechenden Akupunkturpunkte. Varianten der Akupunktur stellen die Akupressur dar, bei welcher Druck auf die entsprechenden Punkte ausgeübt wird, sowie die Moxibustion als Erwärmung der entsprechenden Körperstellen dar. Die traditionelle chinesische Medizin ist als Naturheilverfahren auch im Hufelandverzeichnis anerkannt. Die Kosten einer traditionellen chinesischen Medizin wie der Akupunktur wir nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Hierzu wird eine private Krankenvollversicherung (PKV) oder als Ergänzung zur Krankenkasse eine private Krankenzusatzversicherung benötigt.

Anwendung der traditionellen chinesischen Medizin

Die Akupunktur kommt bei zahlreichen Erkrankungen als Behandlungsform zur Anwendung. Eindeutig belegt ist ihre Wirksamkeit bislang aber nur bei einigen wenigen Leiden, zu diesen zählt die Kniegelenksarthrose ebenso wie regelmäßig auftretende Rückenschmerzen. Des Weiteren haben klinische Studien eindeutig die Wirksamkeit der Akupunktur als Vorbeugung gegen Migräneattacken nachgewiesen. Bei anderen Krankheiten wie Asthma, Entzündungen der Nasennebenhöhle oder Schlafstörungen ließ sich die Wirksamkeit der Akupunktur bislang noch nicht eindeutig nachweisen, auch wenn empirische Studien eindeutig Behandlungserfolge belegen.
Eine Akupunktur-Sitzung dauert etwa zwanzig bis dreißig Minuten, wobei maximal achtzehn Punkte gestochen werden sollen.

Qigong als Teildisziplin der traditionellen chinesischen Medizin

Das Qigong, auch Chigong geschrieben, stellt eine Bewegungs- und Meditationslehre dar, welche weniger der Heilung als der Vorbeugung von Krankheiten dient. Die Grundlage dieser Lehre beruht darauf, dass Blut und andere Körpersäfte auf Grund der menschlichen Lebensweise nicht im idealen Ausmaß im Körper kreisen und dass durch entsprechende Übungen der richtige Fluss der Säfte bewirkt werden kann. Neben der Bewegung spielen auch die richtigen Atemtechniken eine wichtige Rolle beim Qigong.

Nebenwirkungen und Gegenanzeigen der traditionellen chinesichen Medizin

Bei der Verwendung der Akupunktur kommt es gelegentlich zu Hautrötungen an den Einstichstellen, diese verblassen aber in der Regel nach kurzer Zeit ohne weitere Behandlungen wieder. In sehr seltenen Fällen können Schwindelanfälle auftreten, weswegen häufig an solchen leidenden Patienten oftmals von der Akupunktur abgeraten wird. Beim Qigong wurden keine Nebenwirkungen festgestellt. Traditionelle chinesische Medizin nicht nur in Form der Akupunktur oder Akupressur wird in Deutschland sowohl vom Heilpraktiker als auch von Ärzten praktiziert.

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