Wirkungsweise der Eigenbluttherapie

Bei der Eigenblutbehandlung bzw. Eigenbluttherapie wird dem Patienten zunächst Blut entnommen, welches ihm später erneut zugeführt wird. Bei unterschiedlichen Eigenblutbehandlungen wird das Blut entweder unverändert injiziert oder es wird vorher behandelt. Die bekanntesten Behandlungsformen sind die Entfernung von Fibrin sowie die Anreicherung des Blutes mit Ozon. Weitere bekannte Behandlungsformen sind die Bestrahlung des entnommenen Blutes mit UV-C-Licht sowie die Beigabe homöopathischer Arzneimittel. Sehr selten erfolgt die Aufnahme des entnommenen Blutes über den Mund, sie kommt in erster Linie bei Kindern zur Anwendung, wenn diese Angst vor Spritzen haben. Generell ist die Eigenblutbehandlung als Naturheilverfahren anerkannt und ist im Hufelandverzeichnis vertreten. Sowohl Ärzte als auch Heilpraktiker führen eine Eigenbluttherapie durch.

Die Hämatogene Oxydationstherapie (HOT) ist entgegen den meisten anderen Anwendungsformen der Eigenblutbehandlung grundsätzlich weder durch gesetzliche Krankenkassen noch durch private Krankenkassen nicht erstattungsfähig. Bei dieser Methode wird dem entnommenen Blut vor der Rückführung durch Heparin und Natriumzitrat die Gerinnungsfähigkeit genommen; diese Form der Blutwäsche soll gegen Blutunreinheiten helfen.

Anwendung und Erstattung der Kosten der Eigenblutbehandlung

Die Eigenblutbehandlung dient der Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und beugt somit Infektionskrankheiten vor. Weitere Anwendungsbereiche sind die Behandlung von Asthma sowie die Behandlung von Allergien und Rheuma.
Die Private Krankenversicherung (PKV) bezahlt die Kosten einer Eigenblutbehandlung, sofern das Mitglied naturmedizinische Behandlungsmethoden als Leistung im Vertrag vereinbart hat. Dagegen übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Eigenbluttherapie grundsätzlich nicht. Kassenpatienten können allerdings Leistungen über eine entsprechende private Krankenzusatzversicherung erstattet bekommen.

Neben den genannten Behandlungsformen kann die Eigenblutbehandlung von Sportlern auch zur Steigerung der Leistungsfähigkeit benutzt werden. Zu diesem Zweck wird das entnommene Blut nach einem Höhentraining entnommen und dem Sportler unmittelbar vor einem Wettkampf wieder gespritzt. Diese Form der Eigenblutbehandlung gilt jedoch als Doping und ist dementsprechend verboten. Hierrauf sollte der behandelnde Heilpraktiker oder Arzt hinweisen.

Nebenwirkungen der Eigenbluttherapie

Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen einer Eigenbluttherapie wie die Ansteckung mit Hepatitis können sehr leicht vermieden werden, wenn auf sterile Nadeln geachtet wird. Ungeachtet der Hygiene können jedoch in Einzelfällen Fieberschübe auftreten, bei einer Behandlung des Blutes mit ergänzenden Stoffen sind auch allergische Reaktionen möglich. Eher selten sind Blutergüsse an der Einstichstelle.

Die Wirksamkeit der Eigenbluttherapie ist umstritten, nach den Kriterien der Schulmedizin konnte diese – mit Ausnahme der Leistungssteigerung – bislang nicht nachgewiesen werden. Empirische Studien zeigen jedoch gute Ergebnisse bei der Stärkung der Immunabwehr.

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