Möglichkeit zum Vergleich der Altersvorsorge Riester Rente mangelhaft

Die Riester-Rente hat sich aufgrund der hohen staatlichen Förderung in den letzten Jahren immer weiter etablieren können. Obwohl bereits Millionen Verbraucher auf eine solche private Altersvorsorge setzen, ärgern sich Verbraucherschützer und die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen über die zum Teil hohen Gebühren, die insbesondere bei Rentenversicherungen anfallen. Neben den hohen Abschluss- und Verwaltungsgebühren bemängeln die Verbraucherschützer auch die anfallenden Kosten bei einem Wechsel der Riester-Rente, wodurch dieser meist nicht mehr attraktiv ist. So wären Anleger über viele Jahre, oft sogar über Jahrzehnte, an einen Anbieter gebunden.

Kosten und Gebühren für die Altersvorsorge und Riester Rente werden unzureichend ausgewiesen

Eigentlich sind Anbieter der Riester-Rente verpflichtet, die anfallenden Kosten und Gebühren im Detail auszuweisen und den Verbrauchern so die Möglichkeit zu geben, Angebote zu vergleichen. Eine Auswertung von Verbraucherschützern hat jetzt allerdings ergeben, dass nur rund 50% aller Anbieter die Kosten und Gebühren wie gefordert ausweisen, die restlichen Verträge wiesen die Kosten entweder gar nicht oder nur sehr vage aus. Viel Geld, welches Anleger als staatliche Förderung für ihren Riester-Vertrag erhalten, würde so in die Taschen der Anbieter fließen.

Kostenobergrenze für Gebühren bei Privatversicherung soll Kostenkontrolle schaffe

Um dies zu verhindern, fordern zahlreiche Experten die Einführung einer Kostenobergrenze sowie das Einsetzen eines Marktwächters, der teure Produkte entlarvt und diese offenlegt. Bisher warb die Bundesregierung bei den Anbietern der Riester-Rente für kostengünstige Verträge, die den Anlegern im Alter hohe Rentenzahlungen sichern. Der Wettbewerb unter den Anbietern sollte hier für ein ausgewogenes Angebot sowie geringe Kosten sorgen. Eine Einmischung in die Kosten- und Gebührengestaltung der Riester-Verträge und eventuell anderer Versicherungen wäre daher jetzt eine Kehrtwende, denn bisher forderte lediglich die Partei Die Linke eine Kostenobergrenze.

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