Mögliche Ursache für Photophobie bei Migräne entdeckt

Migräne ist in Deutschland eine weit verbreitete Erkrankung. Davon betroffen sind sowohl Männer wie auch Frauen, die insbesondere bei akuten Migräne-Attacken nicht nur unter Kopfschmerzen, sondern häufig auch unter Lichtempfindlichkeit leiden. Diese Lichtreize, die durch das Auge aufgenommen werden, werden vom Gehirn weitergeleitet und verstärken so die Schmerzreize.

US-Forscher haben bei Studien erkannt, dass Patienten mit Migräne unter Umständen eine Photophobie entwickeln können, wie sie auch bei anderen Augenerkrankungen bekannt ist, bei denen die Photorezeptoren, die im Auge befindlichen Stäbchen und Zäpfchen, zerstört sind. Bei Tierversuchen haben die Forscher dabei entdeckt, dass wohl die Melanopsin-Neuronen der Auslöser der Photophobie sein kann. Schmerzreize konnten dabei auch in den Meningen nachgewiesen werden, dort, wo auch der Ursprung der Migräne-Kopfschmerzen vermutet wird. Bei visuellen Reizen, etwa beim Fernsehen, können die Schmerzen sogar noch verstärkt werden.
Die Schmerzen, die Migräne-Patienten durch die Lichtreize erleiden, setzen in der Regel sofort dann ein, wenn der Lichtreiz auf den Sehnerv trifft. Demgegenüber lassen die Schmerzen aber meist erst nach einigen Minuten in Dunkelheit nach.


Sofern die US-Forscher nun die Ursache der Lichtempfindlichkeit gefunden haben ist es möglich, dieses Wissen zu nutzen, um einen entsprechenden Schmerz-Blocker und somit eine neue Therapie bei der Schmerzbekämpfung zu entwickeln. Mit diesem Blocker, der natürlich von den Krankenkassen übernommen werden kann, können Migräne-Patienten dann auch bei akuter Erkrankung weiter am allgemeinen Leben teilhaben.

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