Mit einer privaten Krankenversicherung fühlt man sich wohler

61 Prozent der Privatversicherten fühlen sich weitgehend bzw. voll und ganz wohl. Bei den gesetzlich Krankenversicherten sind es nur 49 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Versicherte einer privaten Krankenversicherung profitieren demnach nicht nur von kürzeren Wartezeiten und hochwertigeren Behandlungen, sondern auch von einem besseren Wohlgefühl.

Privatversicherte fühlen sich wohler als Kassenpatienten

Eine bislang unveröffentlichte Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH), die der Welt vorliegt, zeigt nicht nur, dass sich Privatversicherte im Vergleich zu Kassenpatienten wohler in ihrer Haut fühlen. Selbst gesetzlich Versicherte mit einer Zusatzversicherung, etwa für Zahnersatz, geben an, sich wohler zu fühlen. Sie schätzen sich mit 62 Prozent sogar fitter ein als PKV-Versicherte. „Das gute Gefühl hat offenbar mit dem Empfinden von Sicherheit zu tun“, erläutert Lutz Boden vom BAH.

PKV-Versicherte sind seltener krank

Privatversicherte geben zudem an, weniger krank zu sein. In einem Zeitraum von drei Monaten sind sie der Umfrage zufolge nur 1,5 Tage so krank, dass sie ihre beruflichen und privaten Tätigkeiten nicht erfüllen können. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind hingegen fast drei Mal so oft krank. Doch diese Zahlen überraschen kaum. Denn unter den krankgeschriebenen Kassenpatienten befinden sich besonders häufig Arbeitnehmer, die körperlich hart arbeiten. Sie haben durch ihr geringes Einkommen nicht die Chance, sich privat zu versichern. Erst wer ein Jahresbruttoeinkommen von 53.550 Euro nachweise kann (Stand 2014), darf sich privat krankenversichern.

Einkommen wirkt sich auf Wohlbefinden aus

Das vergleichsweise höhere Einkommen der Privatversicherten prägt auch die allgemeine Lebenssituation. Diese beeinflusst stark das persönliche Wohlbefinden. Dies erklärt jedoch nicht ausreichend, warum sich eine Krankenzusatzversicherung so stark auf das Wohlbefinden der GKV-Versicherten auswirkt. Doch auch die Tatsache, „sich selbst entscheiden zu können, wie man sich versichert, trägt möglicherweise […] dazu bei, dass man sich gesundheitlich wohler fühlt“, vermutet Nina Schultes vom PKV-Verband gegenüber T-online.

 

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