Medienbericht: PKV-Beitragserhöhung zum 1. Mai 2013

Die privaten Krankenversicherer Continentale, Hallesche, Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) und Union Krankenversicherung (UKV) werden zum 1. Mai 2013 die Beiträge erhöhen. Einem Medienbericht zufolge begründen die privaten Anbieter die verspäteten Anhebungen mit gestiegenen Kosten und der Umstellung auf die Unisex-Tarife.

Beitragserhöhung bei Continentale, Hallesche, BBKK und UKV

Wer eine private Krankenversicherung bei den Anbietern Continentale, Hallesche, Bayerische Beamtenkrankenkasse (BBKK) oder Union Krankenversicherung (UKV) hat, muss sich zum 1. Mai 2013 auf steigende Beiträge einstellen. Das berichtet „Spiegel Online“ und beruft sich dabei auf Sprecher der Unternehmen, die das Beitragsplus bestätigten. Als Grund für die Anhebung nannten die Anbieter gestiegene Preise, berichtet das Nachrichtenportal.

Höhere Prämien für Voll- und Zusatzversicherungen

Bei der BBKK werden die Versicherungsbeiträge zum 1. Mai um durchschnittlich 2,9 Prozent angehoben, betroffen sind dem Bericht zufolge rund 310.000 Verträge. Versicherte bei der UKV müssen im Schnitt mit einer Anhebung von 3,4 Prozent rechnen. Hier geht es um insgesamt 185.000 Verträge – sowohl für die private Krankenvollversicherung als auch für diverse Zusatzversicherungen. Auch bei der Halleschen werden die Beiträge zum 1. Mai 2013 um durchschnittlich 2,2 Prozent steigen – betroffen sind dabei insbesondere Zusatzversicherungen und speziell für Unternehmen angebotene Gruppentarife. Beim PKV-Anbieter Continentale werden zu Beginn des kommenden Monats bei rund 250.000 Verträgen die Beiträge angehoben – hier soll es allerdings eine eher geringe Anhebung von im Schnitt 0,4 Prozent geben. Versicherte in den Tarifen „Business Line“, aber auch Kunden mit Zusatz- und Spezialversicherungen werden bei der Continentale höhere Beiträge in Kauf nehmen müssen.

PKV-Beitragssteigerung: Zuschläge bis zu 25 Prozent

Die Anbieter betonen, dass nicht alle Kunden von der Beitragserhöhung betroffen sein werden. Bei vielen Tarifen würde es keine Anpassungen geben, auch seien für einige Versicherte Beitragssenkungen vorgenommen worden. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass die Anhebungen für einige Kunden recht drastisch ausfallen werden. „Auch deutlich zweistellige Zuschläge sind möglich“, schreibt „Spiegel Online“. Kritik müssen die Anbieter wegen des späten Datums der Erhöhungen einstecken. Diese begründen die Unternehmen allerdings damit, dass die Umstellung auf die neuen Unisex-Tarife viel Arbeit gemacht hätte und die Anpassung bestehender Tarife daher länger gedauert hätte.

 

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