Lava Red macht süchtig: auf den Spuren von „Spice“

Die bis zum Jahr 2009 auf dem Markt erhältliche Modedroge „Spice“, die nun aufgrund ihrer Suchtwirkung verboten wurde, hat nun einen Nachfolger. Immer mehr junge Menschen nutzen die Kräutermischung „Lava Red“, um in einen Rausch zu geraten. Dieses Rauschmittel, welches in Head-Shops als Raumduftmischung oder Hilfe zur Meditation verkauft wird, besteht aus getrockneten Pflanzenteilen und weiteren pflanzlichen Stoffen. Diese sind jedoch nicht mehr natürlich, sondern wurden von den Herstellern mit künstlichem Cannabinoid besprüht, ein Stoff, der nachweislich die Gesundheit und sogar das Leben der Konsumenten gefährden kann.

Cannabinoide in Lava Red gesundheitsgefährdend

Nach Experten greifen künstliche Cannabinoide in den Gehirnstoffwechsel sowie in die seelische Entwicklung der Menschen ein.

Bei den jungen Konsumenten führt dies nicht selten zu schweren Kreislaufstörungen, Erbrechen und Übelkeit. Sogar Herzrhythmusstörungen und Bewusstlosigkeit sind bereits aufgetreten und mussten ärztlich behandelt werden. Mediziner der Suchtklinik „Teen Spirit Island“ in Hannover gehen sogar davon aus, dass die in der Kräutermischung enthaltenen Stoffe süchtig machen können.

Verharmlosung von Lava Red im Internet-Forum

Eine große Gefahr besteht dabei unter anderem in der Verharmlosung der Kräutermischungen. In vielen Internetforen schwärmen Jugendliche sogar von diesen Mischungen sowie deren Wirkung. So werden viele Jugendliche, die hiervon noch nichts gehört hatten, aufmerksam gemacht und zum Kauf animiert. Nicht selten sind diese Foren sogar mit den Herstellern verlinkt.

Die Polizei ermittelt bereits in vielen großen Städten gegen die Anbieter von Lava Red. Aufgrund der großen Menge an angebotenen Kräutermischungen ist es aber nahezu unmöglich, alle Anbieter aufzudecken und damit der „Schwemme“ an Suchtmitteln Herr zu werden. Sobald die Polizisten einen Hersteller gefasst haben, wird die Mischung von einem anderen Anbieter mit einem völlig neuen Namen, aber ähnlicher Zusammensetzung, wieder angeboten.

Vorsicht bei teuren Duftmischungen

Konsumenten, die der Gefahr des Suchtstoffes entgehen wollen, sollten beim Kauf von Kräutermischungen unter anderem auf deren Preis achten. Wird eine Kräutermischung zum Preis von mehr als zehn Euro pro Gramm angeboten, kann es sich kaum um einen harmlosen Duftstoff handeln. Man sollte diese Mischungen daher möglichst meiden, um Gesundheitsschäden vorzubeugen.

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