Kürzere Warteizeit für Organspende
Neue Richtlinie der Europäischen Union soll Wartezeiten für Organspenden verkürzen
Das Europäische Parlament hat einen “Aktionsplan zur Förderung der Organspendebereitschaft” auf den Weg gebracht, der zum Ziel hat, die Wartezeit von Patienten für Organspenden zu minimieren. Eine Steigende Spendebereitschaft verbunden mit der Möglichkeit, auch Organspenden aus den jeweiligen EU-Nachbarstaaten erhalten zu können, soll Wartezeiten verkürzen und die Überlebensrate von Bedürftigen steigern. Für einen reibungslosen Ablauf und gleichbleibende Mindest-Qualität sollen einheitliche Qualitätsstandards sorgen. Vor allem die Sicherheitsstandards sind wichtig, um eine Infektion mit AIDS, Hepatitis oder anderen übertragbaren Krankheiten auszuschliessen. Hierzu sind einheitliche Vorschriften verabschiedet, die alle Schritte von der Entnahme über die Testung bzw. Charakterisierung, Konservierung, Transport bis hin zur Einpflanzung des Spendeorgans reichen.
Spenderorgane nach wie vor knapp
Nach wie vor müssen im Durchschnitt 12 Patienten sterben, die nicht rechtzeitig eine Organspende erhalten. In der EU stehen aktuell über 56.000 Patienten auf der Warteliste. Bisher war eine Grenzüberschreitende Organspende auch innerhalb der EU nicht möglich. So kam es nicht selten zu unhumanen “Vorfällen”, Patienten eines Landes mussten sterben, obwohl möglicherweise passende und nicht benötigte Organe im Nachbarland verkamen. „In einem vereinten Europa ist es ein Unding, dass ein Patient im Grenzgebiet kein Organ aus seinem Nachbarland erhalten kann und verfügbare Organe verloren gehen, wenn im eigenen Land kein Empfänger bereit steht, während im Nachbarland dieses Organ dringend benötigt würde“, so Europaabgeordneter Peter Liese.
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