Kürzere Warteizeit für Organspende

Neue Richtlinie der Europäischen Union soll Wartezeiten für Organspenden verkürzen

Das Europäische Parlament hat einen „Aktionsplan zur Förderung der Organspendebereitschaft“ auf den Weg gebracht, der zum Ziel hat, die Wartezeit von Patienten für Organspenden zu minimieren. Eine Steigende Spendebereitschaft verbunden mit der Möglichkeit, auch Organspenden aus den jeweiligen EU-Nachbarstaaten erhalten zu können, soll Wartezeiten verkürzen und die Überlebensrate von Bedürftigen steigern. Für einen reibungslosen Ablauf und gleichbleibende Mindest-Qualität sollen einheitliche Qualitätsstandards sorgen. Vor allem die Sicherheitsstandards sind wichtig, um eine Infektion mit AIDS, Hepatitis oder anderen übertragbaren Krankheiten auszuschliessen. Hierzu sind einheitliche Vorschriften verabschiedet, die alle Schritte von der Entnahme über die Testung bzw. Charakterisierung, Konservierung, Transport bis hin zur Einpflanzung des Spendeorgans reichen.

Spenderorgane nach wie vor knapp

Nach wie vor müssen im Durchschnitt 12 Patienten sterben, die nicht rechtzeitig eine Organspende erhalten. In der EU stehen aktuell über 56.000 Patienten auf der Warteliste. Bisher war eine Grenzüberschreitende Organspende auch innerhalb der EU nicht möglich. So kam es nicht selten zu unhumanen „Vorfällen“, Patienten eines Landes mussten sterben, obwohl möglicherweise passende und nicht benötigte  Organe im Nachbarland verkamen. „In einem vereinten Europa ist es ein Unding, dass ein Patient im Grenzgebiet kein Organ aus seinem Nachbarland erhalten kann und verfügbare Organe verloren gehen, wenn im eigenen Land kein Empfänger bereit steht, während im Nachbarland dieses Organ dringend benötigt würde“, so Europaabgeordneter Peter Liese.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr