Künstliche Befruchtung bei Risikopatienten soll verboten werden

Die künstliche Befruchtung ist für viele Paare die letzte Möglichkeit, eigene Kinder zu bekommen. Trotz dieser Möglichkeiten ist die Chance, tatsächlich schwanger zu werden, nach wie vor gering, denn die Belastung für die Frauen ist sowohl psychisch wie auch physisch groß.

Übergewicht, Alkohol und Rauchen stellen besonderes Risiko dar

Vor allem bei Risikopatientinnen ist die Wahrscheinlichkeit, nach einer künstlichen Befruchtung schwanger zu werden, gering. Zu den Risiken gehören dabei neben Übergewicht auch das Rauchen sowie übermäßiger Alkoholkonsum und starkes Übergewicht. Bei Raucherinnen wurde sogar eine doppelt so hohe Unfruchtbarkeit wie bei Nichtraucherinnen nachgewiesen. Selbst rauchende Männer können durch eine schlechtere Qualität der Spermien die Ursache der Infertilität sein.
Frauen, die zu diesen Risikopatientinnen gehören und ihre Lebensgewohnheiten vor der künstlichen Befruchtung nicht ändern wollen, sollten aufgrund ethischer Bedenken künftig nicht mehr für künstliche Befruchtung zuglassen werden. Dies wird von einer Arbeitsgruppe der European Society of Human Reproduction und Embryology jetzt vehement gefordert.

Befruchtungsverbot zum Schutz des Embryo und Vermeidung leidender Kinder

Der Grund für den Ausschluss dieser Frauen ist zum einen, dass sowohl der Embryo im Mutterleib als auch das später geborene Kind hierunter leide. Vor allem beim Konsum von Alkohol, aber auch bei rauchenden Müttern sind die Folgen für das Kind eindeutig. Und schließlich sind rauchende Frauen doppelt so häufig unfruchtbar wie Nichtraucherinnen.
Bei Übergewicht sind die Folgen für das Kind zwar nicht so eindeutig, dennoch gibt es auch hier verschiedene Risiken, wie etwa die Bildung einer Gestationsdiabetes oder ein perinatales Sterberisiko der Kinder.

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