Krankmeldung bei Arbeitnehmern wieder gestiegen

Arbeitnehmer melden sich wieder krank

Der Krankenstand ist im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres von 3,26 Prozent auf 3,66 Prozent der vereinbarten Sollarbeitszeit angestiegen. Dabei fehlen Frauen mit durchschnittlich 3,85 Prozent der Arbeitszeit etwas häufiger als Männer, deren Durchschnittswert bei 3,49 Prozent liegt. Dieses Verhältnis der Aufteilung von Fehlzeiten zwischen den Geschlechtern entspricht den Werten der vergangenen Jahre.

Die Studie wird regelmäßig vom Bundesministerium für Gesundheit durchgeführt. Eine Schwäche dieser Untersuchung besteht darin, dass sie ausschließlich die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen erfasst, welche der jeweiligen Krankenkasse zeitnah nach ihrer Ausstellung vorgelegt werden. Nicht wenige Arbeitnehmer reichen ihre AU Bescheinigungen erst dann bei der Krankenkasse ein, wenn der Bezug von Krankengeld bald bevorsteht. Einige Kassen haben Ende des vergangenen Jahres aktiv gegen dieses Verhalten angekämpft und durch Plakataktionen in den Betrieben ebenso wie durch entsprechende Artikel in ihren Mitgliederzeitschriften dazu aufgefordert, die für die Krankenkasse bestimmte Kopie der AU Bescheinigung unverzüglich zu übersenden. Ein Teil der scheinbaren Zunahme bei den Fehltagen lässt sich durch den Erfolg dieser Kampagnen erklären.

Dass Arbeitnehmer bei einer guten Konjunkturlage schneller zu Hause bleiben, wird häufig behauptet. Es darf aber nicht übersehen werden, dass das Arbeiten trotz Krankheit häufig zu einer mangelhaften Ausheilung und somit zu späteren langen Fehlzeiten führen kann.

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