Krankenversicherung für Studenten: PKV senkt Beiträge

Pünktlich zum Semesterbeginn macht die private Krankenversicherung für Studenten auf sich aufmerksam. Sie senkt ihre monatlichen Beiträge um zehn bis 20 Euro – je nach Altersgruppe. Damit ist sie kaum noch teurer als die gesetzliche Krankenversicherung. Wann lohnt sich ein Wechsel der Krankenkasse und für welche Studenten?

Vorteile einer privaten Krankenversicherung für Studenten

Studenten können innerhalb der ersten drei Monate nach Immatrikulation an der Universität problemlos von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Die Beiträge für die private Krankenversicherung liegen kaum noch höher als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Selbst wenn Studenten nach dem Ende des Studiums in die GKV wechseln müssen, können sie sich durch die Anwartschaftsversicherung später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einem Normaltarif der privaten Krankenversicherung versichern lassen und sich günstige Beiträge und bessere Leistungen sichern. Dazu müssen sie die erforderlichen Voraussetzungen für den Eintritt in die private Krankenversicherung erfüllen. Generell gilt: Wer jung und gesund eine private Krankenversicherung abschließt, zahlt weniger als ältere Menschen mit Vorerkrankungen.

Studenten sind häufig bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres familienversichert

Neben diesen Vorteilen, die für einen Wechsel in die private Krankenversicherung sprechen, gibt es allerdings auch ein Argument dagegen. Mit der privaten Krankenversicherung für Studenten unter 25 sind zwar sehr gute Leistungen ab einem monatlichen Beitrag von 76,50 Euro zu haben. Jedoch können sich gesetzlich versicherte Studenten bis zur Vollendung ihres 25. Lebensjahres Krankenversicherungsbeiträge gänzlich sparen, wenn sie über die Eltern bereits zum Studienbeginn gesetzlich familienversichert waren.

Günstige Studententarife für über 30-Jährige

Studierende, die über 30 Jahre alt sind, profitieren wiederum von den günstigen Studentenpolicen der privaten Krankenversicherung. Die private Krankenversicherung ist für ältere Studenten mit ihrem Angebot meist sogar günstiger als die gesetzliche. In der privaten Krankenversicherung zahlt die Gruppe der 30 bis 34-jährigen Studenten künftig 91,60 Euro monatlich. 25 bis 29-Jährigen müssen am meisten für ihre private Krankenversicherung ausgeben: 99,50 Euro. Damit können sie jedoch trotzdem günstiger fahren, als mit einer gesetzlichen Krankenversicherung, sofern sie bereits länger als 14 Hochschulsemester immatrikuliert sind.

Dennoch sollten sich Interessierte vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung gründlich informieren, mit welcher Beitragshöhe sie nach dem Studium zu rechnen haben und unter welchen Bedingungen ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist.

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