IKK – Innungskrankenkassen Information

In Deutschland waren noch im Jahr 1994 etwa 150 Innungskrankenkassen (IKK) tätig. Als sich die gesetzlichen Krankenkassen 1996 öffneten, wurde das Prinzip der Innungskrankenkassen aufgehoben, wodurch diese nun für alle gesetzlich Versicherten zugänglich waren. In der Folge fusionierten zahlreiche IKK´s zu Landeskassen, von denen aktuell noch 14 bestehen. Somit existiert in nahezu jedem Bundesland eine IKK, wobei einige Kassen auch überregional, wie etwa die IKK Brandenburg und Berlin, agieren. Dabei sind noch nicht alle Innungskrankenkassen bundesweit zugänglich, sondern beschränken sich auf die im Bundesland lebenden und arbeitenden Menschen. Im Unterschied zu anderen gesetzlichen Krankenkassen gibt es bei der IKK zwei Direkt-Krankenkassen, bei denen die Abschlüsse ausschließlich online möglich sind.
Die Kassen haben derzeit rund sechs Millionen Versicherte, was einen Marktanteil von 8% bedeutet. Zusätzlich werden noch Familienangehörige kostenlos mit versichert.
Bis Dezember 2008 war der IKK-Bundesverband für die Vertretung der Landes-IKK´s zuständig. Er vertrat die Kassen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene, arbeitete mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften zusammen und informierte die Kassen über wichtige Neuerungen im Gesundheitswesen. Seit Januar 2009 werden diese gesetzlichen Aufgaben nun vom neu gegründeten GKV-Spitzenverband wahrgenommen, um den vorhandenen Verwaltungsaufwand zu verringern. Der IKK Bundesverband arbeitet nun als Gesellschaft bürgerlichen Rechts und übernimmt vornehmlich repräsentative Aufgaben.

IKK – Innungskrankenkassen Adressen