Krankenkassen geben Höhe des Zusatzbeitrags für 2016 bekannt

In den kommenden Tagen werden viele gesetzlich Krankenversicherte Post von ihrer Krankenkasse bekommen. Denn ein Großteil der Kassen wird ihren Zusatzbeitrag für 2016 anpassen. Im Schnitt wird er 1,1 Prozent betragen, erwartet das Gesundheitsministerium. Bei einigen Krankenkassen deutet sich allerdings an, dass sie über diesem Niveau liegen werden.

Mitte Dezember wird bei den meisten Krankenkassen entschieden, ob der individuelle Zusatzbeitrag 2016 stabil bleibt oder angepasst werden muss. Zuletzt hat die AOK Bayern als eine der ersten größeren Kassen angekündigt, dass sie ihren Zusatzbeitrag erhöhen muss. 2016 wird er bei 1,1 Prozent liegen. Die finanzielle Belastung für Mitglieder steigt so im Vergleich zu diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte. Doch auch wenn sich der Zusatzbeitrag bei der AOK Bayern erhöht, liegt er genau im Mittel. Denn das Gesundheitsministerium rechnet damit, dass gesetzlich Krankenversicherte im kommenden Jahr durchschnittlich einen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent zahlen werden. Der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung steigt daher im Schnitt auf 15,7 Prozent.

Wo bleibt der Zusatzbeitrag 2016 stabil?

Während es bei der AOK Bayern teuer wird, haben einige Krankenkassen festgelegt, dass ihr Zusatzbeitrag gleich bleiben wird. Dazu zählen zum Beispiel die AOK Plus (0,3 Prozent), die IKK gesund plus (0,6 Prozent) und die BKK VBU (0,9 Prozent). Bei Deutschlands größter Krankenkasse deutet sich zwar eine Erhöhung an. Insgesamt will die Techniker Krankenkasse jedoch unter dem Bundesdurchschnitt bleiben. Bei anderen Kassen wird hingegen davon ausgegangen, dass sie über den prognostizierten 1,1 Prozent liegen werden. Dazu zählen Schwergewichte wie die DAK-Gesundheit und die Barmer GEK. Beide Kassen werden voraussichtlich am 18. Dezember über die Höhe des Zusatzbeitrags entscheiden.

Steigende Krankenkassenbeiträge – Sonderkündigungsrecht nutzen

In der Regel müssen Kassenpatienten 18 Monate bei einer Krankenkasse versichert sein, ehe sie wechseln können. Erhöht sich allerdings der Zusatzbeitrag, können Betroffene von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und unter Einhaltung einer zweimonatigen Frist ihrer alten Krankenkasse kündigen. Ob dieser Schritt richtig ist, muss jeder Versicherte selbst entscheiden. Zwar spielen die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung für viele von ihnen eine wichtige Rolle. Doch da sich einige Leistungen von Kasse zu Kasse unterscheiden, ist es wichtig bei einem Wechsel auch darauf zu achten, welche Leistungen die neue Krankenkasse bietet.

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