Krankenkassen Fusion: Zahl der gesetzlichen Kassen schrumpft

Fusionen und Zusammenschlüsse der gesetzlichen Krankenkassen hält an

Die gesetzlichen Krankenkassen sind für die medizinische Versorgung der Menschen in Deutschland zuständig. Als Sozialversicherung gehören ihr alle pflichtversicherten Arbeitnehmer, Rentner und Kinder an, die im Krankheitsfall Leistungen erwarten können. Aufgrund des gestiegenen Lebensalters, des medizinischen Fortschritts sowie der sinkenden Beitragseinnahmen müssen viele Krankenkassen Defizite hinnehmen. Vor allem kleine Krankenkassen können aufgrund dessen nicht mehr überleben.

Nach aktuellen Krankenkassen Fusionen nur noch 156 Kassen am Markt

Die Folge sind Zusammenschlüsse und Fusionen von gesetzlichen Krankenkassen, wodurch die Zahl der Unternehmen in den letzten Jahren stark gesunken ist. Gab es im Jahr 1970 noch 1.815 Krankenkassen, ist deren Zahl im Jahr 2001 auf 420 geschrumpft, zum 01. Januar 2011 gab es laut Angaben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen nur noch 156 Versicherungen.

Zusammenschluss zu großen Krankenkassen bringt Vorteile

Die Fusionen und Zusammenschlüsse sorgen dafür, dass die Verwaltungskosten der Krankenkassen sinken und somit die Ausgaben reduziert werden können. Zudem ist es größeren Krankenkassen leichter möglich, Rabattverträge mit Pharmaunternehmen zu vereinbaren oder Verhandlungen mit Ärzten und Krankenhäusern zu führen. Die Sorge, dass derartige Zusammenlegungen für die Versicherten negativ wären, wird vielfach verneint, denn die Versorgung könne dennoch sichergestellt werden. Auch wenn nicht mehr in jedem Ort persönlich beraten werden kann, so sind die Mitarbeiter der Kassen doch telefonisch, per Mail oder brieflich zu erreichen.

Krankenkassen Fusion: AOK Mecklenburg-Vorpommern und AOK Berlin-Brandenburg zur neuen AOK Nordost fusioniert

Zum 01. Januar 2011 fusionierten gleich mehrere Kassen miteinander. So schloss sich die AOK Mecklenburg-Vorpommern mit der AOK Berlin-Brandenburg zur AOK Nordost zusammen. Mit etwa 1,8 Millionen Versicherten ist die neue AOK Nordost die größte Krankenkasse in diesen drei Bundesländern. Sie verspricht nicht nur eine erstklassige Versorgung ihrer Mitglieder, sondern verzichtet nach eigenen Angaben im Jahr 2011 auch auf die Erhebung des Zusatzbeitrages.

Zusammenschluss von GBK und mhPlus BBK sowie aus BKK Enka und Vereinigte BKK wird Vereinigte BKK

Weiterhin wurde die GBK von der mhPlus BKK aufgenommen. Die ehemals bei der GBK Versicherten profitieren damit vom künftigen Verzicht auf einen Zusatzbeitrag, gleichzeitig konnte die Insolvenz der GBK Versicherung vermieden werden. Ebenfalls fusionierten die BKK Enka und die Vereinigte BKK, die künftig unter dem gemeinsamen Namen Vereinigte BKK auftreten, sowie die Salvaina BKK für Frauen und die BKK Kassana.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr