Krankenhaus: 44,2 Prozent der Krankenhausrechnungen fehlerhaft
Ein erschreckendes Ergebnis: Kontrollen haben ergeben, dass ein erheblicher Teil der Rechnungen aus Krankenhäusern fehlerhaft ist. Eine Studie hat laut Spitzenverband der GKV ergeben, dass im Mittel 44,2 Prozent der Abrechnungen Fehler aufwiesen. In einigen Fällen lag die Fehlerquote sogar weitaus höher – bei fast zwei Dritteln. Die Kosten für die Fehler in den Kliniken sind enorm. Schätzungen gehen von rund 1,5 Milliarden Euro aus.
Studie zeigt dramatische Entwicklung
Erst vor wenigen Wochen hatte der Rechnungshof fehlerhafte Abrechnungen von Krankenhäusern gerügt.
Auch private Krankenversicherer leiden unter falschen Abrechnungen. Das Problem: Kontrollen lassen sich nicht einfach auf Verdacht durchführen. Klopfen PKV und GKV den Busch unrechtmäßig ab, müssen sie mit Strafen rechnen. Die aktuellen Untersuchungen, bei denen Fehlerquoten bis zu 65 Prozent entdeckt wurden, sind allerdings Wasser auf die Mühlen derer, die hier dringend Änderungen fordern.
Verkehrte Welt im Krankenhaus
Findet die Krankenversicherung nämlich statt einer falschen eine korrekte Rechnung, muss die KV in die Tasche greifen. Anders die Kliniken. Falsche Rechnungen, die aufgedeckt werden, haben kaum Konsequenzen. Eine Situation, die man ruhig als verkehrte Welt bezeichnen darf. Die Probleme zwischen Kassen und Krankenhäusern sind allerdings nicht neu und seit einiger Zeit bekannt.
Bereits im vorvergangenen Jahr wiesen Experten auf Fehlbeträge in Milliardenhöhe hin. Und forderten schon 2009 wirksame Änderungen. Bislang hat sich allerdings wenig getan. Sehr zum Leidwesen der Versicherten. Denn jeder Euro, der aufgrund falscher Rechnungen der Krankenversicherung entzogen wird, muss durch den Beitragszahler aufgebracht werden. Wirksame Kontrollmöglichkeiten und Sanktionen gegen Krankenhäuser könnten helfen, die Kosten im Gesundheitswesen zu drücken.
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