KKH Allianz Umfrage: Gesundheit ist Deutschen viel Wert

Die KKH-Allianz ist eine bundesweit tätige gesetzliche Krankenkasse, die im Jahr 2009 ca. 2,05 Millionen Menschen versicherte. Mit ihrer Zentrale in Hannover gehört die KKH-Allianz zu den großen deutschen Ersatzkassen, die vor allem die medizinische Versorgung gesetzlich Versicherter übernimmt. Erst kürzlich gab die KKH-Allianz eine Untersuchung über die Gesundheitsausgaben der Deutschen in Auftrag, die durch das renommierte Forsa-Institut durchgeführt wird. In einer repräsentativen Umfrage wurden 1001 gesetzlich Versicherte über ihre Ausgaben im Bezug auf die Gesundheit befragt. Bei dieser Umfrage wurde deutlich, dass sich viele Versicherte sehr um ihre Gesundheit sorgen und in diesem Bereich nicht sparen wollen.

Für die Gesundheit würde die Mehrheit sparen

Um die Ausgaben für die Gesundheit, also zum Beispiel für Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, bestreiten zu können, würden Angaben zufolge etwa 78 Prozent der Menschen ihre Ausgaben für Urlaub und Reisen einschränken.

Bei den Ausgaben für Freizeitaktivitäten würden ebenfalls etwa 64 Prozent der Befragten sparen, 59 Prozent der Menschen würden hingegen die Ausgaben für ihr Auto reduzieren. Bei der Gesundheit hingegen würden lediglich zwölf Prozent der Versicherten sparen, da es sich hierbei schließlich um ein wertvolles Gut handelt.

Abschluss privater Krankenzusatzversicherungen nimmt zu

Die Umfrage der KKH-Allianz zeigt demnach, dass die Menschen für eine ausreichende Versorgung gern auch höhere Beiträge zahlen würden. Die gleichzeitige Reduzierung der Leistungen im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen würden viele Versicherte jedoch negativ stimmen. Um diese Leistungskürzungen zu kompensieren, schließen immer mehr gesetzlich Versicherte eine private Zusatzversicherung ab, die unter anderem im Bereich der Zahnversorgung oder für die ambulante bzw. die stationäre Versorgung abgeschlossen werden kann. Mit diesen Versicherungen ist es unter anderem Möglich, den Zuschuss für Zahnersatz zu erhöhen oder aber im Krankenhaus die Einbettunterbringung zu erreichen.

PKV profitiert auch von privaten Krankenzusatzversicherungen

Im Jahr 2009 konnte die private Krankenversicherungen (PKV), die vielfach mit den gesetzlichen Kassen zusammenarbeiten, einen Zuwachs um 500.000 Zusatzversicherungsverträge verzeichnen, im ersten Halbjahr 2010 stieg der Bestand der Versicherungen um weitere 77.000 Verträge. Der Aufwärtstrend wird demnach weiter anhalten, auch aufgrund der zunehmenden Kostendiskussion der gesetzlichen Krankenkassen.

Weitere News:

Tops und Flops in der privaten Krankenversicherung

Aktuelle Zahlen zeigen, welche privaten Krankenversicherer in den letzten fünf Jahren die meisten neuen Mitglieder gewonnen haben. Rund die Hälfte der berücksichtigten 33 Anbieter ist gewachsen. Andere Anbieter verbuchen dagegen teils deutliche… mehr

Finanztest: Probleme mit der privaten Krankenversicherung vermeiden

In der aktuellen Ausgabe von Finanztest (08/2016) greift Stiftung Warentest das Thema Probleme mit der privaten Krankenversicherung auf. Denn nicht immer zahlen die Versicherer für jede Behandlung. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn diese nicht… mehr

Finanztest prüft PKV-Ergänzungstarife für Beamte

Beamte haben die Möglichkeit, mit Beihilfeergänzungstarifen ihren Versicherungsschutz aufzustocken. Denn trotz privater Krankenversicherung und Beihilfe bleiben sie manchmal auf Kosten sitzen, etwa wenn Zahnersatz oder eine neue Brille notwendig… mehr

Kosten für Physiotherapie: Ärger mit privater Krankenversicherung

In der Regel profitieren privat Versicherte von sehr guten Leistungen. Doch nicht immer ist im Vertrag eindeutig geregelt, für welche Behandlungen der Versicherer wie viel zahlt. Ein solcher Streitfall stellt beispielsweise die Kostenübernahme… mehr