KKH-Allianz: Sachsen leiden am meisten unter Burnout-Syndrom
Dass anhaltender Stress sich auf die Gesundheit auswirken kann, ist der Medizin seit einiger Zeit bekannt. In den letzten Jahren ist das sogenannte Burnout-Syndrom zunehmend in den Fokus geraten. Die Krankenkasse KKH-Allianz hat jetzt Zahlen zum Krankenstand aufgrund der Diagnose „Burnout“ bekannt gegeben. Das Ergebnis: Insbesondere im Bundesland Sachsen tritt unter den Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung das Burnout-Syndrom besonders häufig auf.
Krankmacher Leistungsdruck und Stress
Stress kann bis zu einem gewissen Rahmen eine positive Wirkung entfalten. Wenn das Maß allerdings voll ist, richtet sich die Wirkung ins Negative.
Ebenso deutlich treten die psychischen Folgen, wie Abgeschlagenheit oder Schlafstörungen, auf. Letztere sind auch Begleiterscheinungen des Burnout-Syndroms, das bis hin zur Selbstaufgabe, Depressionen und dem Suizid führen kann. Die GKV KKH-Allianz hat jetzt untersucht, wie stark das Auftreten des Burnout-Syndroms gestiegen ist. Im bundesdeutschen Durchschnitt hat die Diagnose um 46 Prozent zugelegt. Besonders dramatisch sind die Zuwachsraten zwischen den Jahren 2007 und 2009 aber in Sachsen gewesen.
Sachsen: Mehr als 2 Drittel mehr Burnout-Diagnosen
Laut der gesetzlichen Krankenversicherung KKH-Allianz ist in dem neuen Bundesland die Zahl der Erkrankungen um 73 Prozent, also mehr als zwei Drittel gestiegen. Wie die Krankenkasse ergänzend mitteilt, sind in Sachsen insbesondere Männer vom Burnout-Syndrom betroffen. In den Jahren von 2007 bis 2009 stieg die Zahl der Diagnosen im Freistaat bei den Männern sogar um 113 Prozent – und hat sich damit mehr als verdoppelt. In Zahlen ausgedrückt: In Sachsen ließen sich ca. 1.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung wegen des Burnouts behandeln.
Burnout-Syndrom vorwiegend bei Erwerbstätigen
Das Burnout-Syndrom tritt insbesondere bei Erwerbstätigen auf. Ein Hinweis darauf, dass der Stress und Leistungsdruck am Arbeitsplatz für die Erkrankung eine Rolle zu spielen scheint. Die Erkrankung hat aber nicht nur Konsequenzen für den Betroffenen. Auch die Arbeitgeber bekommen den Ausfall ihrer Angestellten zu spüren. Ein weiteres Problem: Das Burnout-Syndrom wird oft erst spät erkannt. Eine frühere Diagnose würde den Verlauf der Erkrankung sicher milder gestalten.
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