Jodmangel in Niedersachsen ein Gesundheitsrisiko

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat vor Beginn der Ende April stattfindenden Papillon-Schilddrüsen-Gesundheitswoche darauf hingewiesen, dass bei der Hälfte der Bewohner des Bundeslandes ein Jodmangel besteht. Ein Mangel an diesem Spurenelement führt zu Erkrankungen an der Schilddrüse, welche den Betroffenen nicht gleich auffallen, da die Symptome unspezifisch sind.

Müdigkeit und Konzentrationsstörung in Folge von Jodmangel

Der Jodmangel in Niedersachsen ist nicht so gravierend, dass es zu häufigen Kropfbildungen kommt, er zeigt sich eher in allgemeinen Befindlichkeitsstörungen wie unerklärbarer Müdigkeit sowie durch Konzentrationsstörungen. Die empfohlene Aufnahmemenge an Jod beträgt für einen Erwachsenen täglich 150 Mikrogramm, für Schwangere und Heranwachsende gelten deutlich höhere Werte. Die besten Quellen für die Aufnahme von Jod durch die Nahrung stellen Fische sowie jodhaltiges Speisesalz dar, während der Jodgehalt in Gemüse stark vom Anbaugebiet abhängig und zudem starken Schwankungen unterlegen ist. Lediglich das auf der Insel Sylt geförderte Mineralwasser enthält eine größere Menge an Jod.

Jodmangel in anderen Bundesländern vermutlich viel höher

Jod kann auch durch die Atemluft aufgenommen werden, allerdings ist ein dafür erforderlicher Jodgehalt in der Luft nur in der Nähe der See feststellbar. Angesichts dessen, dass weite Teile Niedersachsens an der Küste gelegen sind, lässt eine Unterversorgung mit Jod bei der Hälfte der Bevölkerung dieses Bundeslandes den Schluss zu, dass der Jodmangel in anderen Bundesländern deutlich stärker ausgeprägt ist.

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