Impfkosten für notwendige Impfungen im Ausland

Eine gesetzliche Pflicht zur Übernahme von Impfkosten besteht für gesetzliche Krankenkassen ausschließlich für als medizinisch unabdingbar bewertete Impfungen. Hierzu gehören Tetanus, Röteln, Kinderlähmung und Diphtherie.

Kosten für Impfung gegen FSME werden auch bei Auslandsreisen übernommen

Insbesondere vor Reisen in das Ausland wünschen viele Patienten eine freiwillige Impfung gegen Krankheiten, welche im Urlaubsland häufig vorkommen, in einigen Fällen verpflichten die bestehenden Einreisebestimmungen zu bestimmten Impfungen. Einige gesetzliche Krankenkassen erstatten ihren Versicherten Reiseimpfungen. Fast immer übernommen werden die Kosten für eine Schutzimpfung gegen FSME bei einer Reise in eine von befallenen Zecken besiedelte Region. Weitere Reiseimpfungen werden von einigen Krankenkassen übernommen, während die GEK Barmer ebenso wie die meisten AOK Krankenkassen entsprechende Impfungen grundsätzlich nicht bezahlt.

Private Krankenversicherung erstattet Impfkosten nach Empfehlung des Robert-Koch-Institut

Bei den privaten Krankenversicherungen richtet sich die Erstattung nach der vertraglichen Ausgestaltung, häufig gelten die seitens des Robert-Koch-Instituts empfohlenen Impfungen als erstattungsfähig.
Da die meisten Erkrankungen wie Hepatitis oder Malaria erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub auftreten, erscheint die Übernahme der Impfkosten als wirtschaftlich sinnvoll, zumal viele Urlauber nicht bereit sind, eine vorsorgliche Reiseimpfung selber zu bezahlen. Die Kosten einer Behandlung werden selbstverständlich von den Krankenkassen getragen und diese sind wesentlich höher als die Impfkosten. Das Argument, dass Menschen, welche sich eine Fernreise leisten können, auch das Geld für eine Impfung haben, berücksichtigt nicht die möglichen Behandlungskosten.

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