IKK Gesund Plus kürzt Vergütung bei Ärzten für Kassenpatienten
Die Notwendigkeit von Einsparungen für die gesetzlichen Krankenkassen wird immer größer. Vor allem Krankenkassen, die bisher auf die Erhebung eines Zusatzbeitrages verzichtet haben und von der Berechnung des Zusatzbeitrages auch weiterhin absehen wollen, müssen die notwendigen Einsparungen in anderen Bereichen, beispielsweise durch Leistungskürzungen, realisieren.
Von der Leistungskürzung sind jetzt sogar schwer kranke Krebspatienten betroffen, die bei der IKK gesund plus versichert sind. Da die bisher bestehende Vertragssystematik auf Landesebene jetzt in eine Bundesvereinbarung übertragen wird, sieht sich die IKK gesund plus nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt nicht mehr an die seit 15 Jahren bestehende Vergütungsregelung gebunden. Rückwirkend zum dritten Quartal 2009 werden daher jetzt die Vergütungsleistungen für Ärzte, die Krebspatienten behandeln, um 50% gekürzt. Alle anderen gesetzlichen Krankenkassen hingegen bezahlen nach wie vor 100% der Leistungen, die von hoch spezialisierten onkologisch tätigen Ärzten erbracht wurde.
Für gesetzlich Versicherte bedeutet dieser Schritt der IKK gesund plus, dass grundsätzlich alle Leistungen der gesetzlichen Kassen auf dem Prüfstand stehen. Um zu verhindern, im Fall einer schweren Erkrankung oder gar im Pflegefall nicht ausreichend geschützt zu sein, bietet sich der Abschluss einer privaten Zusatzversicherung an, wie sie von zahlreichen privaten Krankenversicherungen angeboten wird. Neben ambulanten Tarifen stehen hier auch stationäre Tarife zur Verfügung, auf Wunsch kann sogar eine separate Pflegegeld- oder Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen werden.
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