IGel Zusatzleistungen zur gesetzlichen Krankenkasse

In deutschen Arztpraxen werden die Zusatzleistungen der IGel zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV) von Patienten immer stärker in Anspruch genommen, obwohl diese gesondert bezahlt werden müssen. Damit setzt sich der Trend zu Selbstzahlerleistungen fort. Dies ergab eine Umfrage der „Ärzte Zeitung“ zum Thema „Individuelle Gesundheitsleistungen“, an der 1450 Arztpraxen teilnahmen.

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Individuelle Leistungen bei gesetzlich Versicherten auf dem Vormarsch

Eine optimale Gesundheitsvorsore scheinen sich deutsche Patienten nicht nehmen zu lassen. In die aktuelle Diskussion um die Erhebung von Zusatzbeiträgen und kürzungen von Versicherngsleistungen in der gesetzlichen Krankenkasse kommt diese Erhebung überraschend. Demnach sind Patienten auch in Zeiten knapper Kassen zunehmend bereit, für zusätzliche Leistungen zu bezahlen. Darin sieht Franz-Arnold Thüning, Geschäftsführer der Privatärztlichen Verrechnungsstelle (PVS) Westfalen-Nord, ein eindeutiges Signal: “Der Trend zu Prävention, Eigenverantwortung und Vorsorge wird anhalten”, sagte er gegenüber der Ärzte Zeitung. Zudem bliebe die Frage, wieviel Leistungen die Kasse bei gleichzeitigem medizinischem Fortschritt künftig rationiert, ein Dauerbrenner.

Patienten ist die Prävention ( Sonografie-Check und Belastungs-EKG) besonders wichtig

Die Zusatzleistungen im Bereich der Prävention und hier besonders bei Sonografie-Checks und Belastungs-EKGs machen mittlerweile einen beachtlichen Anteil am Gesamtumsatz vieler Kassenärzte aus. So bieten mittlerweile gut 80 Prozent der Praxen diese Vorsorgeleistungen an.

Leistungen der IGel werden aus medizinischer Sicht kritisch gesehen

Diese Umfragewerte belegen ein hohes Mass an Vertrauen den Zusatzleistungen der IGel gegenüber, auch wenn diese von den Krankenkassen nach wie vor kritisch gesehen werden. Bemeängelt wird der tatsächliche Nutzen für den Patienten. Ausserdem werden die Verkaufstaktiken für die IGel-Leistungen in vielen Arztpraxen kritisiert, die sich mit einer vertrauensvollen Behandlung beim „Arzt des Vertrauens“ nicht in Einklang bringen liessen. zunemend melden sich auch betroffene Patienten, die berichten, zu den Zusatzleistungen „genötigt“ worden zu sein. Dabei können auch Kassenpatienten durch den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung in den Genuss von umfangreichen Zusatzleistungen kommen.

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