Heuschnupfen und Pollenallergie: Birkenpollen läuten Leidenszeit ein

Wer am Wochenende als Allergiker die Chance hat, ein wenig Sonne relativ unbelastet zu genießen, sollte den Moment unbedingt nutzen. Besonders in den östlichen Bundesländern fliegt die Birke derzeit nur mäßig. Schwerer werden es dagegen Allergiker in Hessen, NRW und Baden-Württemberg haben – hier fliegen die Birkenpollen schon kräftiger und läuten die Leidenszeit für Menschen mit Pollenallergie und Heuschnupfen ein.

Birkenpollen sind aggressive Allergene

Zwar haben in den vergangenen Wochen bereits Hasel-, Weide- und Erle geblüht, die wirkliche Leidenszeit für viele Betroffene beginnt aber erst mit der Birkenblüte.

Die Pollen der Birke gelten als aggressive Allergene, die heftige Reaktionen der Schleimhäute auslösen können. Und bei Allergikern neben dem bekannten Jucken der Augen- und Nasenschleimhaut auch zu asthmatischen Reaktionen führen.

Da die Blüte in Deutschland regional recht unterschiedlich einsetzt, können insbesondere in den neuen Bundesländern und im Norden der Bundesrepublik Allergiker noch entspannter durchatmen als Leidensgenossen in Freiburg/Breisgau oder Frankfurt am Main. Und die nächste Hiobsbotschaft kündigt sich bereits an. Nach der Birke gehen die Gräser in die Startlöcher und lösen die Birkenpollen ab.

Heuschnupfensaison dauert immer länger

Erschwerend kommt für viele Allergiker hinzu, dass die Saison immer länger dauert. Milde Winter mit späten Minusgraden sorgen für längere Vegetationsphasen. Eine Tatsache, die Betroffene teils deutlich zu spüren bekommen. Und noch eine Tatsache breitet Medizinern wie Ökologen Sorge. Gewächse aus südlichen Gefilden breiten sich zunehmend in Deutschland aus, darunter auch Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia, Beifußblättriges Traubenkraut). Das Gewächs aus Nordamerika gilt als hochpotentes Allergen, es reichen wenige Pollen pro Kubikmeter Luft für eine allergische Reaktion.

Maßnahmen für Allergiker

Experten empfehlen daher in den kommenden Wochen, Fenster nur in den Abendstunden oder bei Regen geöffnet werden. Eine weitere Empfehlung: Straßenkleidung am besten im Badezimmer wechseln, um die Pollen nicht in der Wohnung zuverteilen. Und vor dem Zubettgehen ist es ratsam, noch einmal unter der Dusch die Pollen abzuspülen. Auf Antihistaminika, Augentropfen und Nasenspray werden aber 2011 sicher viele Allergiker nicht verzichten können. Was noch gegen Heuschnupfen hilft, sollte beim behandelnden Arzt erfragt werden.

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