Heuschnupfen: Bei Pollenallergie Alkohol meiden

„Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren“ – ein bekanntes Credo. Allerdings sollten gerade Allergiker Alkohol in der Heuschnupfen-Saison meiden. Denn in den beliebten Getränken Bier und Wein sind Wirkstoffe enthalten, die in engen Zusammenhang mit der Pollenallergie stehen. Die Rede ist von Histamin. Wer im Sommer, wenn Gräser und Getreide blühen, im Biergarten sitzt, sollte also auf das Glas Bier verzichten. Oder muss sich auf Heuschnupfensymptome einstellen.

Histamin in Wein und Bier

Allgemein gelten Wein und Bier als beliebte alkoholische Getränke und werden gern in Gesellschaft konsumiert.

Was allerdings die Deutsche Lungenstiftung e.V. rät, dürfte wohl nur wenigen Freiluft-Fans gefallen. Denn Prof. Dr. Harald Morr rät zum Verzicht. Der Grund: In den alkoholischen Getränken ist Histamin enthalten. Was hat es mit diesem Stoff auf sich? Der Wirkstoff hat die Funktion eines Gewebshormons, ist gleichzeitig Neurotransmitter und wesentlicher Bestandteil der Immunabwehr.

In diesem Zusammenhang ist Histamin auch ein Baustein allergischer Reaktionen. Hier ist der Stoff unter anderem für den starken Juckreiz verantwortlich und an dem Anschwellen der Schleimhäute beteiligt. Daher kann die Aufnahme von Histamin – zum Beispiel über den Konsum von Alkohol – ähnliche Symptome auslösen, wie sie bei einem allergischen Anfall auftreten. Neben tierischen Organismen ist Histamin auch im Pflanzenreich verbreitet.

Lebensmittel als Histamin-Träger

Die erschreckenden Nachrichten für alle Genießer gehen aber noch weiter. Untersuchungen haben ergeben, dass in vielen anderen Lebensmitteln ebenfalls Histamin enthalten ist. Neben Weiß- bzw. Rotwein sind einige Käse- sowie Brot- und Kuchensorten betroffen. Wer unter starken allergischen Symptomen leidet, muss also nicht zwingend Pollen exponiert gewesen sein. In einigen Fällen kann der Botenstoff Histamin auch aus den Lebensmitteln stammen. Wer über Fließschnupfen, Husten und Niesen klagt, sollte den Speiseplan genauer unter die Lupe nehmen.

Ein Tipp für alle Betroffenen: Heuschnupfen kann in Stadien verlaufen. Insbesondere das Abwandern in die tieferen Atemwege führt zu Komplikationen, etwa wenn ein Asthma Bronchiale entsteht. Bei lange anhaltendem Reizhusten oder Atemnot muss ein Facharzt aufgesucht werden.

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