Hepatitis: Rohes Fleisch ist im Urlaub tabu

Hepatitis lauert überall. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil, der Badeurlaub am Roten Meer oder Costa del Sol sowie ein Abstecher in die Karibik – der Sommer ist die Urlaubszeit vieler deutscher Urlauber. Neben der Reisapotheke, die immer mit ins Gepäck gehört warnen Gastroenterologen angesichts der bald beginnenden Ferienzeit vor den Risiken, die mit rohem Fleisch sowie verunreinigtem Trinkwasser verbunden sind.

Hepatitis A – rohe Speisen und Trinkwasser

Insbesondere warnen die Experten vor der Infektionskrankheit Hepatitis A, die immer wieder in den Anrainer-Staaten rund um das Mittelmeer und weiter südlich gelegenen Urlaubszielen auftritt.

Symptome, die erst bis zu einem Monat nach der Infektion auftreten können, sind unter anderem Übelkeit, Bauchschmerzen, Fieber sowie Durchfall und Abgeschlagenheit. Das Auftreten einer Gelbfärbung der Haut ist für Hepatitis A eher untypisch. Übertragen wird der Krankheitserreger unter anderem durch den Genuss von rohem Fleisch.

Aber auch nicht ausreichend durchgegarter Fisch, Muscheln oder verunreinigtes Trinkwasser gelten als Infektionsquelle. Da Trinkwasser ebenfalls als potenzielle Quelle einer Hepatitis-A-Erkrankung in Frage kommt, raten Gesundheitsexperten auch von Eiswürfeln in Kaltgetränken ab, da hier nicht klar ist, ob das Trinkwasser den westeuropäischen Standards entspricht. Eine wichtige Informationsquelle in Bezug auf Krankheiten und Reisen ist das RKI (Robert Koch Institut).

Prophylaxe immer empfohlen

Wer sich im Ausland aufhält, muss mit deutlichen Unterschieden im Bereich der Hygiene gegenüber deutschen Verhältnissen rechnen. Daher gilt nicht nur das Verhalten am Urlaubsort als entscheidend für unbeschwerte und gesunde Ferien. Auch die entsprechende Prophylaxe sollte eingehalten werden. Grundsätzlich empfehlen sich zum Beispiel Impfungen gegen typische Infektionskrankheiten, die im Reiseland grassieren können.

Es wird unter anderem zur Impfprophylaxe gegen diverse Hepatitis-Erkrankungen geraten. Generell sollten Reisende, die bestimmten Personenprofilen zuzuordnen sind oder sich in bestimmten Regionen bewegen, den Impfschutz umfassend auffrischen lassen. Welche Vorsorgemaßnahmen im Einzelnen vorzunehmen sind, lässt sich den Reiseinformationen für die einzelnen Länder entnehmen, die unter anderem vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt werden.

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