Hepatitis-C: Neuer Impfstoff in Aussicht

Hepatitis gehört zu den Erkrankungen, bei denen die Vorsorge einen hohen Stellenwert einnimmt. Bisher bestand jedoch das Problem, dass die Impfung gegen Hepatitis A und B bereits verfügbar ist, Hepatitis C jedoch vorwiegend durch die Vermeidung der Ansteckung vorgebeugt werden konnte.

Neue Forschungsergebnisse erlauben Hoffnung auf Impfstoff

Da sich die Erkrankung aber dennoch weiter verbreitet, arbeiten Forscher seit Jahren an einem wirksamen Impfstoff. Nun ist italienischen Forschern ein Durchbruch auf dem Weg zu einem Impfstoff gelungen. Sie identifizierten das dem Hepatitis C-Virus beim Menschen entsprechende Virus bei Affen. Dieses lässt sich als sogenannte Genfähre einsetzen, also ermöglicht es Bausteine von Viren in einen Organismus zu schleusen und damit den Körper auf eine Bekämpfung gegen den eigentlichen Virus vorzubereiten.

Eine Forschergruppe von der Universität von Oxford gelang es bereits Bausteine des Hepatitis C-virus in Versuchspersonen einzuschleusen. Dabei erwies sich der Impfstoff als gut verträglich. Nun sind weitere klinische Versuche an Menschen geplant. Dabei werden Drogenabhängige berücksichtigt, die ein besonders hohes Ansteckungspotential haben. Ob der neue Impfstoff allerdings Wirkung zeigt, muss sich dabei noch zeigen.

Gefahr durch Hepatitis C

Eine Infektion mit Hepatitis C ist vor allem deshalb ernst zu nehmen, da es hier zu einer hohen Chronifizierungsrate von ca. 80 Prozent kommt. Dabei kommt es zu schweren Leberschäden, wie etwa der Leberzirrhose. Zwar ist es durchaus möglich die Hepatitisform zu heilen. Dazu bedarf es allerdings einer langfristigen Therapie, mit zum Teil erheblichen Nebenwirkungen. Zudem zeigt die Therapie nicht immer die gewünschte Wirkung, so dass es sich bei der Hepatitis C weiterhin um eine potentiell tödliche Erkrankung handelt. Anders als bei Hepatitis B ist eine Übertragung auf sexuellem Weg bei der Hepatitis C eher selten. Häufiger sind Ansteckungen durch Nadelstichverletzungen, etwa beim Teilen von Spritzbesteck bei Drogenkonsumenten oder durch kontaminierte Tätowier- oder Piercingnadel. Auch die Ansteckungsrate vom ungeborenen Kind durch die Mutter ist möglich. Eine Impfung stellt daher sowohl für Risikogruppen als auch weniger betroffene Personengruppen die beste Vorbeugung dar.

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