HELENA: Jugendliche ernähren sich zu ungesund
Jugendliche in der Europäischen Union ernähren sich zu ungesund. Zu diesem Schluss kommt die HELENA-Studie (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescents). Untersucht wurden Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren aus zehn europäischen Ländern. Dabei spielte neben den Ernährungsgewohnheiten auf das Umfeld (körperliche Aktivität, Sport und Fitness) eine Rolle.
HELENA-Studie in zehn Ländern
An der Studie Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescents (Gesunde Lebensweise durch Ernährung bei Heranwachsenden in Europa) beteiligten sich Wissenschaftler unter anderem aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland sowie Großbritannien, Italien und Österreich.
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die einen deutlich zu hohen BMI (Body-Mass-Index) von bis zu 30 aufwiesen, lag in den Untersuchungen bei den Jungen bei einem Drittel und bei den Mädchen bei 20 Prozent. Der Grund dieser Entwicklung ist einfach – europäische Jugendliche ernähren sich zu ungesund. So hat die HELENA-Studie gezeigt, dass im Durchschnitt 160 g Fleisch, 55 g Backwaren (süß) und 25 g Schokolade pro Tag verzehrt werden.
Jugendliche ernähren sich zu ungesund
Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Jugendlichen in Europa zu ungesund ernähren. Auf der einen Seite ist die Kalorienzufuhr zu hoch. Andererseits ist unter den Jugendlichen der Konsum von Alkohol bereits weit verbreitet. So geht aus der Studie hervor, dass rund 20 Prozent der täglich aufgenommenen Flüssigkeit aus alkoholischen Getränken bestehen.
Die Folgen einer solchen Fehlernährung werden viele der Probanden erst in den nächsten Lebensjahren zu spüren bekommen. Übergewicht und Alkohol gelten als Risikofaktoren, die unter anderem für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Beschwerden, Gefäßerkrankungen, Krebsleiden und Magen-Darm-Erkrankungen verantwortlich gemacht werden. Eine deutliche Fehlernährung der Kinder und Jugendlichen kann dazu führen, dass diese Krankheitsbilder sich sehr früh manifestieren und am Ende auch die Lebenserwartung und Lebensqualität verkürzen.
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