Hautkrebs: Kaffee senkt Erkrankungsrisiko deutlich

Kaffee galt lange als Getränk mit vielen Nebenwirkungen. Dieses teilweise recht undifferenzierte Bild scheint langsam aufzubrechen. Je intensiver sich Wissenschaftler mit Kaffee beschäftigen, umso offensichtlicher werden dessen positive Eigenschaften. Wie aus einer Studie hervorgeht, reduziert der Genuss von Kaffee das Hautkrebs-Risiko erheblich – um bis zu 20 Prozent. Besonders günstig wirkt sich Kaffee übrigens bei Frauen aus.

Langzeitstudie belegt sinkendes Krebsrisiko

Verantwortlich für die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Kaffeekonsum und der Wahrscheinlichkeit für ein Auftreten des Basalzellenkarzinoms waren Wissenschaftler der Harvard Medical School.

Im Rahmen der Studie werteten sie zwei klinische Untersuchungen aus, die sich über einen Zeitraum von 14 bzw. 16 Jahren erstreckten und an denen mehr als hunderttausend Probanden teilnahmen.

Bei der Auswertung der vorliegenden Daten wurde erkennbar, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Ausmaß des Kaffeekonsums und dem verringerten Krebsrisiko gab. Je mehr Kaffee die Studienteilnehmer täglich konsumierten, umso niedriger die Gefahr für ein Auftreten des Basalzellenkarzinoms. Letzteres ist die häufigste Hautkrebserkrankung, allein in Deutschland werden pro Jahr rund 170.000 Neuerkrankungen festgestellt. Allerdings ist das Basalzellenkarzinom weitaus weniger aggressiv als der gefürchtete Schwarze Hautkrebs.

Positive Eigenschaften des Koffeins

Die Untersuchung des Studienautors Fengju Song vom Brigham and Womens Hospital belegt außerdem, dass das sinkende Risiko für die Entstehung eines Basalzellenkarzinoms in direktem Zusammenhang mit dem Inhaltsstoff Koffein zu stehen scheint. Der Grund: Beim Genuss entkoffeinierten Kaffees ließ sich kein signifikant niedrigeres Krebsrisiko feststellen. Die Studie ist allerdings nicht der einzige Hinweis auf dessen Eigenschaften.

Bereits in der Vergangenheit haben Studien den Verdacht geweckt, dass Koffein durchaus eine krebsvorbeugende Wirkung entfalten kann. Hinweise dazu liefert unter anderem eine Studie aus China, welche sich mit dem allgemeinen Einfluss von Kaffee auf das Krebsrisiko beschäftigte und verschiedene Tumorerkrankungen berücksichtigte. Allerdings fehlen derzeit genaue Untersuchungen zu den Mechanismen, welche für die positiven Eigenschaften des Koffeins verantwortlich sind.

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