H1N1: Schweinegrippe meldet sicht mit 2 Toten zurück
Die Schweinegrippe mit dem H1N1-Virus, die im Jahr 2009 erstmals aufgetreten ist, hat in Deutschland Angaben zufolge mehr als 250 Menschenleben gekostet. Die häufigsten Erkrankungen waren in der Zeit von Herbst 2009 bis August 2010 aufgetreten. Danach schien das H1N1-Virus bekämpft, denn weltweit traten nur noch sehr vereinzelte Fälle auf. Die Pandemie schien eingedemmt und die Schweinegrippe besiegt zu sein.
Neue Infektionswelle
Jetzt jedoch scheint es, dass die Welt erneut von einer H1N1-Infektions-Welle erfasst wird.
Bisher zwei Todesopfer in Göttingen
Am 28. Dezember 2010 starben im niedersächsischen Göttingen zwei Menschen an der Infektion. Betroffen war zum einen ein 51jähriger Mann, der durch schwere chronische Vorerkrankungen bereits geschwächt war. Ob die Schweinegrippe hier Todesursache ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Bei einem dreijährigen Mädchen hingegen, welches ebenfalls am 28. Dezember 2010 in Göttingen verstorben ist, konnten die Schweinegrippe-Erreger jedoch einwandfrei nachgewiesen werden. Vorerkrankungen waren nicht nachweisbar, so dass der H1N1-Erreger hier als Todesursache festgestellt werden konnte. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Todesfällen besteht nach Aussagen der Klinik nicht, hier handelte es sich wohl um Einzelfälle.
Impfung sinnvoll: Höhepunkt der Schweinegrippe Ende Januar Mitte Februar erwartet
Seit Ende Dezember 2010 steigt die Zahl der Infizierten in Deutschland sowie in vielen anderen Ländern wieder deutlich an. In Niedersachsen wurden seit Oktober 2010 30 Fälle nachgewiesen, auch im Rest der Republik waren Infektionen erkennbar. Um sich vor Infektionen mit dem H1N1 Erreger zu schützen, werden insbesondere ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke aufgefordert, sich impfen zu lassen. Der Impfstoff ist auf die Art des Erregers ausgerichtet, um Ansteckungen zu verhindern. Dabei weisen Experten darauf hin, dass auch Menschen, die sich bereits im vergangenen Jahr haben impfen lassen, vor einer Infektion nicht geschützt sind. Daher wird auch in diesen Fällen eine erneute Impfung, die im Übrigen von den Krankenkassen getragen wird, empfohlen.
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